Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- I (1924-1925)
- Issue
- 10 (15.1.1925)
- Date
- 1925-01-15
- Page
- Seite 203 (sequence 13)
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Bewilligung eines eigenen Senatehinaus. In den Zeilen 73—104 behandelt er die Judenfrage in Alexandria, die seit mehreren Jahren geradezu brennend geworden war. „Welche von den beiden Parteien den Anstoß zu dem gegen die Juden gerichteten Tumult gegeben hat, der beinahe ein Krieg gewesen ist, will ich jetzt nicht entscheiden, obwohl sich eure Gesandten, besonders Dionysius, der Sohn des Theon, in Gegenwart der Juden eifrig darum bemüht haben. Ich behalte mir aber gegen die, welche wieder den Streit angefangen haben, ein strenger Strafgericht vor. Dagegen erkläre ich unzweideutig, daß ich, wenn ihr nicht aufhört mit der verderblichen Wut, die ihr gegeneinander auS reiner Bo-Heit entfacht, gezwungen fein werde, zu zeigen, was auS einem milden Fürsten werden kann, wenn man feine Milde in berechtigten Zorn verwandelt. Daher warne ich noch einmal erstlich die Alexandriner, sich verträglich und freundlich zu den Juden zu stellen, die feit langen Zeiten dieselbe Stadt bewohnen, und sie in keiner der ihnen vorgeschriebenen gottesdienstlichen Hebungen zu behelligen, sondern sie ihren Bräuchen folgen zu lasten wie zur Zeit'deS AugustuS (worüber mir beim Verhör sbeide^Parteien übereinstimmende Auskunft,erteilt^haben); andererseits befehle ich den Juden, daß sie zu den bisher befeffenen Rechten keine neuen anstreben, auch fernerhin nicht, tbie wenn^fie zwei Städte bewohnten, zwei Gesandtschaften senden, waS doch früher nicht geschehen ist; daß sie sich drittens nicht in die Wettspiele der Gumnasiarchen und KoSmeten eindrängen, wo sie doch ihre eigenen Früchte ernten und zugleich den Ueberfluß an allen möglichen Gütern in einer fremden Stadt genießen dürfen; daß sie endlich nicht aus Syrien und Aegypten zureisende Juden heranziehen oder auch nur einlaffen, weil ich dann schweren Verdacht zu schöpfen gezwungen wäre. Anderenfalls würde ich mit allek^Mitteln gegen sie wie'gegen Menschen Vorgehen, die eine für die ganze Erde verhängnisvolle Krankheitlgroßziehen." Reinach glaubt in dieser letzten Aeußerung Carl müller, Stuttgart Marianstr. II Fermpr. »MS - S»-A. 70S8S Mmliliiiich-»- mtKwMms Uhren«Spezial-Gesdfflft HausuhrM Hausulirwepke Gediegene künstlerische Gehäuse Wundervoll melodischer Schlägl * Besichtigung erbeten 1 * Reparaturen werden gewissenhaft unter Garantie preiswert ausgefuhrt 1 S. GELLHORN I KÖNIGSTRASSE 17 M RUFNUMMER 25303 1 HÜTE / BLUSEN 1 I KLEIDER / PELZE M! Wll!!IIIIIMII»W»INMWMIWIIhMIMMWIhIMWMI«WIWW,l,lllllU 1 . Heinrich Rebmann I feinste Herrenschneiderei | Stuttgart, Kronprinrstratzr 20 V j Zarte junge Gänse [.Slnsefett Lebende , Karpfen, Forellen, Schleien, Rheinhechte KARL KB Al! TH Friadrlohahaa - Telef. 20241/42 und Caaaatatt, BahnhofstraBe 8 ä&rSwii TTryy MW« mwz 7rj..