Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- I (1924-1925)
- Issue
- 9 (15.12.1924)
- Date
- 1924-12-15
- Page
- Seite 160 (sequence 10)
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sehr vielen Fällen ist aber das hebräische Nachschlagewerk weit über die englische Darstellung hinausgewachsen und bedeutet einen entschiedenen Fortschritt. Vor allem zeugen die talmudischen und halachischen Artikel von der äußersten Sorgfalt. überall aber zeigt das Werk strenge Wissenschaftlichkeit. sachliche Sorgfalt und den Willen, das Beste zu bieten. Gewiß ist dieses Jdealziel nicht iniimer erreicht und noch viel für spätere Arbeit übrig geblieben. Aber das Geleistete darf ohne alle Einschränkung als eine Kulturtat begrüßt werden. Es ist ein starker Beweis für das Bedürfnis eines solchen Nachschlagewerkes, daß schon wenige Jahre nach seinem Erscheinen die Notwendigkeit einer Neuherausgabe überall empfunden wurde. Der hebräische Verlag „Menorah" G. m. b. H. in Berlin und Wien hat diese gewaltige Aufgäbe übernommen, und heute liegt in zehn schmucken gutgebundenen Bänden der anastatische Neudruck des Werkes auf festem weißen, Papier vor, der von E. Heckendorff in Berlin vorzüglich hergestellt worden ist. Er wird zu einem so erstaunlich billigen Preise geliefert, daß die Anschaffung des bedeutenden Werkes, das in einem festen Schutzkarton geliefert wird, jedem möglich ist. Es bedarf wohl nur dieses Hinweises, daß alle Gemeindebibliotheken und Fachgelehrten dieses Werk ankaufen, ohne das eine jüdische Bibliothek nicht mehr denkbar ist. Zur Abwehr. Jüdische Nobel «Preis-Träger. Seit dem Jahre 1901 ist der Nobel-Preis 98 mal verteilt worden, und zwar an 124 Personen und drei Institute. Unter den 124 Personen befinden sich 15 Juden. Es erhieü 1907 den Nobelpreis für Literatur Rudyard Kipling, den Nobel-Preis für Physik erhielten 1907 Albert A. Michelson, 1908 Gabriel Lippmann und 1921 Albert Einstein. Den Nobelpreis für Chemie erhielten 1910 Otto Wallach, 1915 Richard Willstädter und 1918 Fritz Haber. Den Nobel-Preis für Medizin erhielten 1908 Paul Ehrlich, 1914 Robert Barany und 1922 O. Meyerhoff. Endlich erhielten den Friedenspreis 1911 gemeinsam der holländische Staatsminister Afser und Alfred H. Fried. Ferner sind noch bei den Nobel-PreiS-Trägern folgende Judenstämmlinge zu nennen: Paul Heyfe (Literaturpreis 1910), Niels Bohr (Physik 1922) und Adolf v. Bayer (Chemie 1905). Hitler, der Vaterlandsverräter. Diesen Vorwurf hatte Rechtsanwalt Dr. Ludwig Hol- 160 ■lllllllimillllllllllllllllltllllllllllMllllllllllllllllillMIMIIIIIIIIIIIillllillllilimilllllllllllltlllllMIMIIH |A. HAUSBURG [ 1 Aussteuer-Geschäft g 1 Betten, Bettwäsche, Herren-, Damen und W I Kinderwäsche / Spezialität: Braut- und W 1 Erstlings-Ausstatungen eig. Fabrikation 1 1 STUTTGART | 1 Eberhardstr. 69 — Telefon S.A. 24807 g cTür den 'ffleifinacfifsßedarf in besten Stoffen, zu billigen Preisen Damen- und Backfisch-Mäntel 5500 3900 2950 1975 Damen- und Backfisch-Kostüme 8900 7500 5900 3900 Damen- und Backfisch-Kleider 6500 4900 3500 1975 in Wolle und Seide Blusen / Kasaks / Jumpers / Röcke und Wollwesten in größter Auswahl Sophienstr. 43 ModshdUS RßflZ & Oo« b. alten Postpl. HERMANN KURTZ Spielwarenhaus Stuttgart, Marktplatz 8-10 Abteilung: Puppen Kirchstr. 10