Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- I (1924-1925)
- Issue
- 8 (15.11.1924)
- Date
- 1924-11-15
- Page
- Seite 130 (sequence 14)
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gliedern dem nicht nur in jüdischen, sondern auch in nichtjüdischen Kreisen (siehe Beilage) tiefempfundenen Schmerz darüber Ausdruck gegeben, daß bei der Feier am 3. August zu Ehren der im Weltkrieg Gefallenen nur Geistliche der beiden christlichen Konfessionen zugezogen wurden, daß es aber nicht auch — im Gedächtnis an die vielen für das Vaterland gefallenen Juden, gerade auch Württembergs — einem jüdischen Geist lichen vergönnt war, Worte der Erinnerung und des Trostes zu spreche». Gleichzeitig wurde allgemein bedauert, daß unserem wohlbegründeten Gesuch vom 23. Juli d.J. nicht eine eingehendere Würdigung zuteil geworden ist. Der Oberrat kann in dem Hinweis darauf, »daß an der Feier nur die Dioisionsgeistlichen teilnehmen", eine Begründung für die Ablehnung seines Gesuches nicht erblicken, da es sich am 3. August nicht um eine Feier der Reichswehr, sondern um eine allgemeine Gedenkfeier gehandelt hat .und gewiß ein Weg hätte gefunden werden können, um neben den Divifionsgeistlichen einen ehemaligen Feldrabbiner - unter den württembergischen Rabbinern ist ein solcher - zu Wort kommen zu lassen. gez. i. B. Hirsch. An den Herrn Staatspräsidenten von Württemberg Stuttgart. (Eine Abschrift dieses Schreibens ist dem Ministerium des K. und Sch. W. zugegangen). Auf dieses Schreiben ist eine Antwort des Herrn Staatspräsidenten bis jetzt nicht eingetroffen. Beilage z. Schreiben an den Herrn Staatspräsidenten. (Unter der Ueberschrist: .Die Fehlenden" hat Major a. D. Freiherr von Autenried in der .B. Z. am Mittag" u. a. ausgeführt): .Ich wende mich aber weiterhin dagegen, daß bei dieser Feier von Reichs wegen kein jüdischer Geistlicher zugezogen wird. Mir wird gewiß niemand vorwerfen können, daß ich jüdische Interessen verfolge, wo es mich nicht« angeht! Dies liegt aber hier vor, namentlich für jeden alten Feldsoldaten, und wiederum besonders für den früheren Vorgesetzten, den Offizier, der jüdische Kameraden und Untergebene hatte! Hier gilt e«. die Toten, die Gefallenen zu ehren. Dabei darf die Konfession derer, die für Deutschlands Ehre uud Macht gefallen sind, keine Rolle spielen. Hier gilt es Ehre und Dank für alle. Ich erachte, daß man namentlich uns vaterländischen Verbänden auch hiermit schweres Unrecht zufügt! Hier gilt es für den Kameraden, den früheren Untergebenen einzutreten. Ich verstehe auch nicht, wie gerade solche Fälle, bei denen e« sich allerdings nicht um andere Fragen als.»die der Ehre handelt, scheinbar dort leicht genommen werden, wo man die Kränkung und Zurücksetzung am ttefften empfinden mußte! , Die Beschränkung der Ansprachen wird damit begründet, daß keine jüdischen Geistlichen bei der Reichswehr seien! Ja — frage ich — feiern wir denn am 130 J. IIIOY8KT * Feine Herren- Maß -Schneiderei Großes Lager in engl. Stoffen * Hanp tntätterstralie Str. 15*1 KAISERBAU -■ Telefon 8. A. Nr. 7187» ADOLF EPTINQ Gegr. 1868 Q. m. b. H. Gegr, 1868 STUTTGART Fernspr. 20861/62 - Wolframstr. 32 y Spedition Lagerung / Roüfuhnoerk / Sammelladungsoerkehr Kohlen $$ Ständiges Lager in erstklassigen Sorten Y Stahl & Lieberman n Ausstaoargoschlft Altar Postpatz Bettwäsche f l Leibwäsche Kinderwäsche . Frottierwäsche Wolldecken A Steppdecken E.Breuningern,G. Stuttgart Gefchäftshäufen für Bekleidung u. Ausftattung