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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1924-11-15 · 8 (15.11.1924) · p. Seite 120

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
I (1924-1925)
Issue
8 (15.11.1924)
Date
1924-11-15
Page
Seite 120 (sequence 4)
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— 120 — sicht auf die neuen Gesetzgebungen" (Leipzig 1862, 1866, Trier 1876). Am Beth Ha-Midrasch wurde Dr. Mayer auffallenderweise nicht beschäftigt. Das hing mit der Absicht der Familie Kaulla zusammen, das Beth Ha-Midrasch nicht zu erhalten. Die Stiftungsgelder wurden nach dem Sterben bez. der Abwanderung der älteren Stiftsrabbiner in immer erweitertem Grade anderen frommen Stiftungen in Württemberg zugeführt. 1844 war nur noch Vereinsanzeigen. Israel. Männerverein für Krankenpflege und Leichenbestattung E. V. KEnparan Ter Ausschuß bat in seiner letzte« Sitzung folgenden Beschluß gefaßt: 1. Zu Waschungen je 6 Mitglieder zu bestimmen. 2. Bei jeder Beerdigung >oird ein Eh:engeleite von 10 Mitgliedern gestellt. 3. Zu jedem Trauergottesdienst im Hause werden 10 Mitglieder delegiert. ad. 1) Die Beteiligung an den Waschungen ist der beiligste Liebesdienst. Freiwillige Anmeldungen an Herrn Leopold Levi. Schloßstraße 45 dringend erbeten. ad. 2) Der Aufforderung zur Dertnahme an Beerdigungen ist unbedingt- Folge zu leisten. Sie ergeht in alphabetischer Reihenfolge. Im Verhinderungsfälle (als Abhaltungsgründ« gelten nur Krankheit, hohe« Alter, Lrtsabwesenheit) ist ein Ersatzmann zu stellen. Es wird dringend gebeten, die Familienmitglieder zu instruieren, bei Ortsabwesenheit des Mitglieds eine Mitteilung von d»r>Verhinderung nickt zu versäumen.'Sie braucht nicht zu erfolgen, wenn das am Erscheinen verhinderte Mitglied von sich aus für einen Ersatzmann sorgt. Ersatzleute werden gebeten, sich bei einem der Beerdigung beiwohnenden Ausschußmitgliede zu melden. ad. 3) Zur Teilnahme an den Hausgottesdiensten werden Möglichst Mitglieder bestimmt, die in der Nähe des TytUsrhauseS wohnen. Diejenigen Mitglieder, die aus Gesundheitsgründen oder wegen hohen Alters dauernd an der Erfüllung Nathan Reichenberger als Lehrer der Thalmudschule tätig. Die Gemeinde Hechingen entschloß sich deshalb zugleich im Aufträge der fürstlichen Regierung in diesem Jahre einen Prozeß gegen die Verwaltung der Stiftung und zwar vorerst nur gegen S. I. Kaulla in Stuttgatt anzustrengen, der nach sieben Jahren mit dem betrübenden Ergebnis endete, daß am 3. Juli 1851 im Gemeindehause zu Hechingen ein Vergleich abgeschlossen wurde, in dem auf die weitere Verfolgung des dieses Liebesdienstes verhindert sind, werden gebeten, Ersatzleute zu stellen. Die angeführten Liebesdienste sollen bei allen Beerdigungen erwiesen werden, gleichviel ob der Verstorbene Mitglied unseres Vereins ist oder nicht. Wir sind überzeugt, daß kein Gemeindemitglied sich dieser heiligen Aufgabe entziehen, seinerseits seinen Glaubensgenoffen eine Liebe versagen will, die einst ihm und den Seinen zu Teil wird. Es sollte deshalb jeder Stuttgarter Jude Mitglied unseres Vereines sein. Wer dies bisher versäuütt hat, möge sofort beitteten. Anmeldungen sind zu richten an den Schriftführer des Vereins Herrn Leopold Levi, Schloßstraße 45. Der Vorstand. Tie verehrt. Mitglieder werden gebeten, den fälligen Beittag für das 2. Semester des laufenden VereinSjahreS in der Höhe von M. 5.-— an den Kassier des Vereins Herrn Mar Osterberg, Kasernenstr. 13 zu entrichten. (Einzahlung kann auch auf Postscheck-Konto No. 26497 Israelischer Männerverein für Krankenpflege und Leichenbestattung Stuttgart erfolgen.) FrontkriegerstalistikdesC.U.D.5t.J.G. Sämtliche Kriegsteilnehmer bezw deren Angehörige sowie die Herren Vertrauensleute werden um schleunigste Ueberweisung der noch ausstehenden Formulare gebeten. I. A. der beteiligten Verbände Dr. Wolf. Sammlung für das Kriegerdenkmal auf dem israelitischen Friedhof ^^achdem es den mit der Sammlung Beauftragten Herren verschiedentlich nicht mögv lich war, die ihnen aufgegebenen Gemeinde - Mitglieder anzutteffen oder zu besuchen, uns andererseits aber bekannt geworden ist, daß uns noch zahlreiche Spenden für diesen edlen Zweck zugedacht sind, bitten wir, solche möglichst umgehend auf Postscheckkonto: A. Lewinsohn für Denkmalskonto Nr. 26670 Postscheckamt Stuttgart zu überweisen. Für die bis jetzt im Bettage von über 6000 Mk. eingegangenen Spenden, sagen wir unfern herzlichsten Dank. Wir können auch gleichzeitig mitteilen, daß mit der Ausführung der gärtnerischen Anlage bereits begonnen ist. Der Denkmals'Ausschnß: i.A. A. Lewinsohn

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