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Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Rheinpfalz · 1938-10-01 · 2 (1.10.1938) · p. Seite 6

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Rheinpfalz
Volume
2 (1938 - 1939)
Issue
2 (1.10.1938)
Date
1938-10-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 JÜDISCHES GEMEINDEBLATT FÜR DAS GEBIET DER RHEINPFALZ Nr. 2 Rabbinatsbezirk Landau/Pfalz Amtliche Mitteilungen des Bezirksrabbinats. Die Sprechstunden finden am Donnerstag von 10 bis 11 Uhr in meiner Wohnung, Glacissrraße 9 — Fernsprecher 2128 — statt. Zu anderer Zeit hin ich nur nach vorheriger Vereinbarung :u sprechen. Das Bezirksrabbbinat. Hoschanah'Rabba'Fest'Gottesdienst am Sonntag, den 15. Oktober 1938, morgens 9.45 Uhr. Da am Hoschanah<Rabba>Fest kein Fahrtverbot besteht, soll besonders für die Bezirksgemeinden an diesem Tage, dem 15. Okt. morgens 9.45 Uhr ein Festgottesdienst stattfinden. Der Beginn ist so gelegt und die Dauer so bemessen, daß die Mitglieder der Bezirks« gemeinden bequem die Zuggelegenheit nach Landau und in ihre Heimatgemeinde zurück benützen können. Der Hoschanah>Rabba>Tag ist ja besonders dadurch ausge» zeichnet, daß er als Schlußtag des Hüttenfestes noch den Charakter des Jörn Kippur trägt. Der Gottesdienst soll deshalb durch Chor« gesang und eine Predigt besonders weihevoll gestaltet werden. Die Mitglieder der Bezirksgemeinden wie auch die Landauer Gemeindemitglieder werden hiermit gebeten, diesen Festgottesdienst besuchen zu wollen. Das Bezirksrabbinat. Bewegung des Rabbinatsbezirks: Barmizwah: 29. Okt.: Siegfried Mayer, Böchingen, Sohn des Herrn Herbert Mayer und seiner Frau Mina geb. Löb. Sterhefall: 2. Sept.: Hans Joachim Loeb aus Rülzheim, 10 Jahre. Auswanderung: Nach Luxemburg: Frau Ida Becker aus Billigheim*Landau. Nach Palastina: Frau Dr. Betty Einstein, Herr Ernst Sender und Frau Ilse, samtliche aus Landau. Nach l"S A': Herr Paul Alexander mit Frau und Kind, sowie Frau Emma Aron (fr. in Landstuhl wohnhaft); Herr Herbert Weih (fr. Niederhochstadt); Fräulein Suse Levy, Tochter von Herrn Hein» rieh Levy; Herr Hans Feibelmanri, Sohn von Herrn "Arthur Feibel» mann; Herr Ludwig Weil, Sohn von Herrn Isidor Weil, sämtliche aus Landau. Herr Arno Trautmann mit Frau und 2 Kindern aus Bergza» hern; Fraulein-'Gertrud Löh, Tochter von Herrn Ferdinand Löb, aus Schwegenheim; Fräulein Ruth und Elfriede Wolff, Töchter von Herrn Salomon Wolff, aus Böchingen; Fräulein Johanna Rosenthal aus Herxheim; Familie Eugen Falkenberg, Herr und Frau Lipp» mann aus Rülzheim. Wegzug: Nach Neustadt (Altersheim): Frau Math. Henle Wwe., Landau. ■ Nach Frankfurt: Herr Samuel Levy aus Landau. Aus den Gemeinden. Aus Landau. HoschanahsRabba'Lernen. Am Vorabend des Hoschanah:Rabba>Tages, Samstag den 15. Oktober, 20.30 Uhr veranstaltet die Chewrah'Kadischah in Landau ihr alljährliches Hoschanah * Rabba«Lernen im Gemeindesaal, Schützengasse 4. Hierzu sind alle Gememdemitglieder herzlich eingeladen. Hebräische und deutsche Bibeln mitbringen. Zum Gottesdienst am Versöhnungstag. Vor dem Neilah'Gortcsdienst am Versöhnungstag wird durch Fr.ui Alice Weiß auf der Orgel wie im vergangenen Jahre zur Einstimmung in dieses Gebet eine Komposition des Nürnberger Kantors. Herrn Julius Kaufmann, gespielt, die das herrliche Neilah» Motiv zur Grundlage hat. Jüdisches Lehrhaus. Durch Wegzug des Herrn Lehrer Kcsstccher*Edenkoben wurde der freigewordene Lehrauftrag für die englische Sprache Frau Fanny Rosenheimer, Frankfurt (fr. Neustadt) übertragen. ( Gemeindebibliothek. Die Bücherausleihe findet jeden Mittwoch von 17.15 bis 18.15 Uhr im Bibliothekzimmer des Gemeindehauses, Schützengasse 4, statt. Die Ausleihe ist kostenlos und für jedes Gemeindemitglied des Rabbinatsbezirks Landau bestimmt. Am 5. Oktober findet keine Ausleihe statt. Spenden in Form von Geld und gutcrhaltenen Büchern werden dankbarst angenommen. Es spendeten: Herr Karl Ocstreicher, Herr Kommcrzicnrat S. Benedick und Herr Leo Lew. Den Spendern unser herzlichster Dank. Abschied von Herrn Samuel Levy. Unser langjähriges Synagogenratsmitglied und ehemaliger 2. Vorsitzender im Kollegium, Herr Samuel Levy, hat dieser Tage Landau verlassen um seinen Lebensabend in Frankfurt a. M. bei seiner Tochter und seinem Schwiegersohn zu verbringen. Mit Herrn Levy verläßt uns ein Kultusmitgiicd, das viele Jahre die nötige Ar* beit in der Gemeinde eifrig und umsichtig mitleitete. Insbesondere befaßte er sich mit dem Ressort „Wohlfahrt", wo er immer helfend und lindernd eingegriffen hat. Möge diesem schätzenswerten Manne im Kreise seiner Angehörigen, noch lange Jahre Zufriedenheit und beste Gesundheit beschieden sein. Wir in Landau werden immer gerne und dankbar seiner gedenken. A. S. Israelitischer Frauenverein. — Abschied von Frau Dr. Einstein. Anfangs September wanderte die Gattin unseres früheren Be» zirksrabbiners Dr. Einstein, Frau Betty Einstein, nach Palästina aus um dort ihren Lebensabend zusammen mit ihren Kindern zu verbringen. In den vier Jahrzehnten der Amtstätigkeit ihres Gatten in unserer Gemeinde hat sie in reger Weise das seelsorgerische Ge* biet durch ihre Tätigkeit im isr. Frauenverein mitverwaltet. Seit 1909 gehörte sie dem Vorstand an, im Jahre 1927 wurde sie zur zweiten Vorsitzenden gewählt und von 1928 stand sie bis zu ihrer nunmehr erfolgten Auswanderung an der Spitze des Vereins. Sie hat in all den Jahren'auf jedem Posten eine segensreiche Tätigkeit entfaltet, mit Geschick und Takt die^einzelnen Fälle behandelt und darüber hinaus in den gemeinsamen Wohlfahrtsefnrichtungen durch ihren klugen Rat wesentlich zur Meisterung der auftauchenden Probleme beigetragen. Auch über ihre amtliche Tätigkeit hinaus wirkte sie in segensreicher Weise innerhalb unserer Gemeinde. Für all dies sei ihr an dieser Stelle nochmals herzlichster' Dank ausgev sprochen. Möge ihr im heiligen Lande ein geruhsamer Lebensabend ' beschieden sein, verbunden mit der Befriedung und dem Aufstieg von ^-jfcP pX M- 90. Geburtstag. Am 19. Oktober feiert Frau Babette Dreyfuß geb. Marx, Adolf Hitlerstr. 19, ihren 90. Geburtstag. Es ist erstaunlich, mit (welcher Rüstigkeit die alte Dame noch ihrem Haushalt vorsteht, mit welcher geistigen Frische sie an allen Geschehnissen teilnimmt. Bei einer Unterhaltung mit ihr hat man durchaus nicht den Eindruck sich einer hochbetagten Greisin gegenüber zu befinden. Sie besucht noch oft die Synagoge, und hat seither am Versöhnungstag sogar den ganzen Tag am Gottesdienst teilgenommen. Wir wünschen der Jubilarin, daß ihr noch viele Jalwe diese seltene Frische und Gesundheit beschieden sein möge und sie noch lange Zeit ihren Kindern und Enkeln zur Freude und Stütze erhalten bleibe ± r™*V"<"««^ TW M _ IU> ' I \V\TJ 1^, **• Abschied von Herrn Paul Alexander. Dieser Tage verließ Herr Paul Alexander mit seiner Familie unsere Gemeinde, um sich in U S A eine neue Heimat zu suchen und sich dort eine neue Existenz zu gründen. Die Gemeinde ver» liert in Herrn Alexander einen Mann, der nicht nur seine eigenen Interessen kannte, sondern stets gewillt war seine Arbeitskraft für die Allgemeinheit und für das Wohl der Gemeinde zur Verfügung zu stellen. — Als es sich darum handelte für den jüdistchen Turn* verein einen neuen Vorstand zu bestellen, stellte sich Herr Ale» xander zur Verfügung und führte dieses nicht leichte Amt zur v'ollsten Zufriedenheit, besonders der Jugend. Auch als langjähriger Kassier des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten, Ortsverband Landau, hat sich Herr Alexander in mustergültiger Weise verdient gemacht — Es seien ihm auch von dieser Stelle aus für seine ver» schiedenen Tätigkeiten der herzlichste Dank ausgesprochen. Möge Herr Alexander in der neuen Wahlheimat recht bald festen Fuß fassen und mit seiner ganzen Familie bei stets bester Gesundheit einer glücklichen Zukunft entgegen gehen. G. Verlobung. Fräulein Doris Weil (fr. Landau), Shreveport La (U S A), 33/5 Fairfield Ave (c o L. Kern) hat sich mit Herrn Ferdi Kilsheimer verlobt. Neujahrsglückwnusch. Herr Leo Strauß und Frau, Paris übermittelten allen Gemeinde» mitgliedern beste Neujahrswünsche. Dank. . N Für die mir anläßlich meines 70. Geburtstages zugegangenen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten sage ich auf diesem Wege herzlichen Dank. Salomon (Abraham. Abschied. Da es mir nicht möglich war, mich vrr. ai" — ^-eunden und Be» kannten zu verabschieden, rufe ich .i dieser Stelle a'Vm herzliche Abschiedsgrüße mit den besten sVünschen für die Zukunft zu. \ Frau Dr. Einstein. ' Wir sagen auf diesem Wege allen Freunden und Bekannten herzlich Lebewohl. , Familie Paul Alexander. Frau Emma Aron. Ablösung an Stelle von Dankeskarten und Spenden. -s spendeten: Herr Salomon Abraham»Arzheim anl. seines 70. Geburtstages. Frau Mathilde Henle Wwe. anläßlich ihres Wegzugs. Frau Dr. Einstein anläßlich ihrer Auswanderung. Herr Ernst Sender und Frau anläßlich ihrer Auswanderung. Herr Samuel Levy anläßlich seines Wegzuges. Den Spendern wird herzlichst gedankt. Letzter Einsendungstermin für die nächste Nummer: 17. Oktober.

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