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Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Rheinpfalz · 1938-04-01 · 8 (1.4.1938) · p. Seite 8

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Rheinpfalz
Volume
1 (1937 - 1938)
Issue
8 (1.4.1938)
Date
1938-04-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 JÜDISCHES GEMEIN DEBI. ATT FÜR DAS GEBIET DER RHEINPFALZ Nr. 8 kleiden unsern tiefsten Dank in den sehnlichsten Wunsch, daß der AU^utigc, zu dessen Lob und Ehre Herr Stein die Töne der Kunst unserer prächtigen Orgel entlockte, ihm und den lieben Seinen alle zeit gnadigen Beistand verleihen möge und ihn beschreiten lasse Pfade des Glückes und des Friedens. Gott behüte den Aus« und Eingang der uns liebwerten scheidenden Familie- Iggelheim. Am 4. April begeht Herr Michael Maicr die Feier seines 80. Geburtstages in erfreulicher geistiger und körperlicher Frische. Herr Maicr amtierte jahrelang ehrenamtlich als Vorbeter seiner Ge* meindt. VC'ir wünschen dem gottesfürchtigen und wohltätigen" Mann einen gesegneten Lebensabend. S. M. Sp. Persönliche Nachricht. Vertrauenw. Herr mit erfolgreicher Lehrtätigkeit unterrichtet in Spanisch; geht auch nach auswärts. Gefl. Anfragen an das Bezirksrabbinat erbeten. Rabbinatsbezirk Kaiserslautern Bewegung des Rabbinatsbezirks: Sterbefall: 6. März: Frau Regina Köster geb. Stern aus Kaiserslautern, x 72 Jahre. Auswanderung. Nach USA: Familie Moritz Felsenthal; Frau Wwe. Kaufmann (fr. l'rankcnstcin); Herr und Frau Walter Vendig aus Kaisers» lautern; Herr Hugo Mayer; Herr und Frau August Felsenthal aus Niederkirchen; Herr Kurt Rothschild aus Eßweiler; Familie Otto Frank aus Lautcrcckcn. Aus Kaiserslautern- Verlobung- . Fräulein Gerda Frank«Berlin Kaiserslautern, Schubertstraße 11 hat sich mit Herrn Fritz Blum aus Berlin verlobt. 70. Geburtstag. Am 13. Marz beging Fräulein Elise Klein aus Kaiserslautern ihren 70. Geburtstag. Wir wünschen der Jubilarin noch viele Jahre des Lebens in Gesundheit und Frische TW lTTOI UNS Aus der Jüdischen Sonderklasse Kaiserslautern. Schulaufsatz. „Ein Prophet". Reges Treiben herrschte in einem Wirtshause zu Jerusalem. Die einen kamen, die andern gingen. Da tritt in die Stube ein ehrwürdiger Greis, im Hirtengewande. Er hält ein Musikinstrument in der Hand, aber die Menschen bezweifeln, ob er spielen kann. Da erhebt er, zur Bewunderung aller ,die Hand an die Saiten und entlockt der kleinen Harfe eine noch nie gehörte Melodie. Alle schauen erstaunt auf den Spielmann, der mit weit aufgerissenen Augen dasteht und mit lauter Stimme singt: „Mein Freund hatte einen Weinberg, er hegte ihn und pflegte ihn und doch trug er nur sauere Trauben!" Wie er sieht, daß alle in höchster Spannung ihm zuhören, da spricht er: „Ich will euch sagen, der Weinberg ist Israeli Gott hoffte auf Recht und es wurde Unrecht. Ihr habt den Bund mit Gott gebrochen! Ihr betet Götzen an, die aus Holz und Stein bestehen! Darum wird der Tempel zerstört werden." Da erkannte man ihn und einer rief: „Ein Prophet, ein Prophet!" Und die Menge floh vor ihm, wie vor einem Aussätzigen. Der Gottesmann verläßt nun das Haus um weiter von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dort zu ziehen, von den Reichen und Fürsten verachtet, von dem Volke teilweise geliebt und teilweise verspottet. Der echte Prophet bleibt immer bei seinem Volke, in guten und in schlechten Zeiten. Ja, er wagt sich sogar vor den König zu treten gnd ihm seine Fehler vorzuwerfen. Aber der Herrscher hört ebensowenig auf ihn, wie die andern. Und wenn der Prophet schon am Verzweifeln war, dann offenbart sich ihm Gott und neue Kraft kommt über ihn, sodaß er von neuem pre» digen und mahnen kann. Ein Spruch des Propheten Jesaia war: „Verstockt ist das Herz dieses Volkes, taub sind seine Ohren, ver» schlössen seine Augen; es könnte sonst sehen mit seinen Augen und hören mit seinen Ohren und sein Herz würde verstehen, daß es sich bekehre und geheilt werde." Ein anderer Prophetenspruch war: „Denn von Zion geht die Lehre aus und das Wort Gottes von Jerusalem." 2? , ,938 Kl. Tuteur, 4. Klasse. Aus Rockenhausen. Am 13. April begehen Herr Oskar Frank und seine Ehefrau Berta geb. Haarburger das Fest der silbernen Hochzeit. Aus An« laß dieses Familienfestes wünschen wir dem Jubelpaar bis zur gol» denen Hochzeit viele glückliche Jahre in Freude und Gesundheit. Aus Sembach. \ Am 10. April feiert Herr Simon Mann seinen 70. Geburtstag. Wir wünschen dem Jubilar noch viele Jahre des Lebens in Gesund» heit und Frische HKQ IV Persönliche Nachricht. Ein bis zwei möblierte Zimmer mit und ohne volle Pension per sofort zu vermieten. Näheres D. Mai, Glockenstraße 75. Kalender und Gottesdienste in der Synagoge zu 1 1 Ludwigs« j Kaisers' Landau Pirmasens | haten lautern 18.30 19.00 18.45 19.00 9.00 9.00 S 9.00 9.00 15.30 19.15 L 15.30 19.40 19.40 19.40 19.45 18.30 19.00 19.00 19.00. 9.00 9.00 S 9.00 9.00 15.30 19.25 L 15.30 19.50 19.55 19.50 20.00 7.30 7.15 L 9.00 9.00 9.00 9.00 18.30 19.00 19.15 19.00 8.30 9.00 9.00 P 9.00 P 15.30 19.40L 15.30 19.30 20.05 20.05 19.00 8.30 P 9.00 P 9.00 9.00 P 15.30 19.55 15.30 20.05 20.05 20.05 20.15 18.30 19.00 19.15 19.00 8.30 P 9.00 9.00 P 9.00 18.30 19.00 19.15 19.00 8.30 8.45 P 9.00 9.00 15.30 20.00 L 15.30 20.15 - 20.25 20.15 20.25 18.30 19.00 19.15 19.00 8.30 9.00 S 9.00 9.00 15.30 20.05 L 15.30 20.25 20.30 20.25 20.35 1. Aprjl: Schabbath«Eingang 2. April: Morgens (Tasria; Paraschath hachodesch) Neumond (1. Nissan) Minchah Ausgang 8. April: Schabbath»Eingang 9. April: Morgens (Mczorah) Schab« bath hagadol Minchah Ausgang Gottesdienst am Peßachfest 15. April: Erew Peßach. Morgens Verbot des Chomczcssens Fcsttags'Eingang 16. April: Morgens (1. Tag Peßach) Minchah 2. Abend (Omer: 1. Tag) 17. April: Morgens (2. Tag Peßach) Minchah Ausgang (Omer: 2. Tag) 21. April:" Fcsttags»Eingang (Omer: 6 TaS> „ . 22. April: Morgens (7. Tag Peßach) 2. Abend (Omer: 8. Tag) 23. April: Morgens (8. Tag Peßach) Minchah V Mathnathjad Ausgang (Omer: 9. Tag) 24. lApril: Isru chag (Omer: 10. Tag) 29. April: Schabbath'Eingang (Omer: 14. Tag) 30. April: Morgens (Acharej«Mot) Minchah' Neumondsweihe Ausgang (Omer: 15. Tag) 1. Mai: 1. Neumondstag (Omer: 16.) 2. Mai: 2. Neumondstag (1. Ijar) (Omer: 17. Tag) Gottesdienste an Werktagen: Landau: Morgens 7.15 Uhr (an Sonn» tagen 8 Uhr) am Neumond u. auf besond. Anordnung; abends 18.30 Uhr. Pirmasens: Morgens 7.30 Uhr (an Sonn« tagen 8.30 Uhr) auf besondere An» Ordnung; abends regelmäßig 18.30 im Gemeindezimmer. Ludwigshafen: Morgens 7.15 Uhr (an Sonntagen 8 Uhr); abends 19.30. Kaiserslautern: Gottesdienst findet nur auf besondere Anordnung hin statt. Die Bezirksrabbinate Landau, Pirmasens, Ludwigshafen und Kaiserslautern. Zeichenerklärung: A » Ansprache B » Barmizwah Jg ' Jugendgottesdienst L » Lehrvortrag P » Predigt S » Schrifterklärung Druck: Heinrich Wildmann, Phillppsburg/Baden.

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