Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Rheinpfalz
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Rheinpfalz
- Volume
- 1 (1937 - 1938)
- Issue
- 3 (1.11.1937)
- Date
- 1937-11-01
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 JÜDISCHES GEMEINDEBLATT FÜR DAS GEBIET DER RHEINPFALZ Nr. 5 alle Gemeindemitglieder zur Mitarbeit auf. Dieser Aufruf richtet sich insbesondere an die Eltern der schulpflichtigen Jugend, diese zum Besuch der unter fachkundiger Leitung stehenden Turnstunden anzuhalten. Neben den Turn* und Sportstunden für Jugendliche und Aktive ist auch in die Errichtung von Turn« und Gymnastik« stunden für Frauen und Männer gedacht. Der Turn» und Sport» betrieb ist bereits in vollem Umfange wieder aufgenommen worden. Zur Verwirklichung seines Arbeitsprogramms bedarf jedoch der Vorstand die Unterstützung aller. Darum, Gemeindemitglieder, wer* det auch Mitglieder des „Jtus"! Jüdische Winterhilfe. ' Wir ersuchen diejenigen Gemeindemitglieder, welche eine Betreuung durch die jüdische Winterhilfe benötigen und wünschen, sich aber bisher noch nicht gemeldet haben, sich werktags zwischen U und 12 Uhr zwecks Ausfüllung des Unterstützungsantrags im Gemeindezimmer, Turnstraße 11 einzufinden. — Wir bitten die Gemeindemitglieder, soweit dies noch nicht geschehen, um baldige Rückgabe der ausgefüllten und unterschriebenen Verpflichtunes» Scheine und um regelmäßige Ueberwcisung der monatlichen Geld» spenden auf das Postscheckkonto der Israeh Kultusgemeinde Pin» masens, Ludwigshafen a. Rh. Nr. 19454. — Neue und gebrauchte Kleidungsstücke aller Art werden dringend benötigt und jederzeit gern entgegengenommen, auf Wunsch auch abgeholt (Anruf unter Nr. 346). — Die Pfundspendenverteilung findet in den Winter* tnonaten alle 14 Tage am Mittwoch Nachmittag von 4—5 Uhr im Gcir.rindcsäal, Turnstraße 11 statt; nächste Ausgabe von Lebens» mittein an die Hilfsbedürftigen: Mittwoch, den 3. November, nach« mittags 4 bis 5 Uhr. Die Jüdische Winterhilfe ruft. Laßt uns nicht vergeblich bit'enl Folgt Eurer inneren Verpflichtung, Eurem jüdischen Herzen! Denkt daran: Kein hilfsbedürftiger Jude darf hungern und frieren! Die Leitung. Chanukkahfeier. Auch in diesem Jahre soll eine Gcmcinde<Chanukkahfeier ver* anstaltet werden, für welche unsere Jugend die Ausgestaltung über» nimmt. Frau Bertha Beiersdorf, Herr Fred Simon und der Unter» zeichnete leiten die Vorbereitungen. Der Gemeindesaal, der diesmal für die Feier" zur Verfügung steht, gestattet eine größere Mannig» Fähigkeit der Darbietungen. Wir bitten die Eltern, uns bei den Vorbereitungen in jeder Weise unterstützen zu wollen. Der Termin wird noch bekannt gegeben. Dr. Nellhaus. Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, Ortsgruppe Pirmasens. Dem bewährten Vorsitzenden, Kamerad Ernst Baer, wurde kürz» lieh zum Zeichen der Anerkennung seiner Verdienste um die Sache des Bundes von der Bundesleitung die silberne Ehrennadel verliehen. Wir beglückwünschen ihn hierzu im Namen der Ge» meindc aufs herzlichste. N. Zionistische Ortsgruppe. In den Bericht über den Vortrag von Herrn Dr. Rothschild» Saarbrücken hat sich ein sinnstörender Druckfehler eingeschlichen. Es muß heißen: Der Redner .... befaßte sich vor allem mit der Resolution (nicht Revolution) usw. Steinbach a. Glan. Unser Gcmeindemitglied, Herr Hermann Kayem, feiert am 11. November d. Js. seinen 75. Geburtstag. Wir wünschen dem Jubilar einen ruhigen, glücklichen Lebensabend rm umw n«b Zweibrücken. \ Am 21. Oktober, eine Woche vor seinem 86. Geburtstage, > verschied hier nach schwerem Leiden unser treuer Gemeindediener Herr David An.uli.in. Viele Jahre hindurch hat der Verstorbene in gewissenhafter Weise seine Obliegenheiten erfüllt, bis das hohe Alter und körperliche Gcbrecben ihn zwangen, seinen Dienst auf» zugeben. Herr Anathan erfreute sich in unserer Gemeinde dank der Gradhcit und Zuverlässigkeit seines Charakters allgemeiner Wert» Schätzung und Beliebtheit. Davon legte auch die große Beteiligung der Gemeindemitglieder an seiner Beerdigung Zeugnis ab, die am 25. Oktober hicrselbst stattfand, und bei welcher Herr Bezirks» rabbiner Dr. N'eiihaus dem Verewigtet! einen ehichvouen Nachruf hielt. Die Gemeinde wird ihrem treuen Diener ein dankbares Andenken bewahren. N. Rodalben'. — Danksagung. Für die uns anläßlich der Barmizwah unseres Sohnes Fritz erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir herzlichst , Moritz Neuberger und Frau. Persönliche Nachrichten. Zimmer mit sehr gutem, klangreichem Klavier (Marke Fiedler) bietet an Richard Frank, Pirmasens, Exerzierplatz 14. Unterricht in Klavier« und Harmonielehre. Bei entsprechender Beteiligung gibt jüdischer akademisch ge» bildeter Musiklehrer (Staatsexamen auf] der Akademie der Tonkunst München) Unterricht in Klavier» und Harmonie» lehre. — Meldungen wollen an Herrn Theo Friedländer, Pir» masens, rechte Schloßrreppe 3, gerichtet werden. Rabblnatsbezirk Ludwigshaffen Bewegung des Rabbinatsbezirks: Trauungen: 19. Sept.: Dr. med. Max Gottlieb aus Ludwigshafen mit Helene Dosenheimer aus Worms. 3. Okt.: Alice Wetzler aus Ludwigshafen und Moritz Straßburger aus Ludwigshafen a. Rhein. Sterbefall : 2. Okt.: Herr Abraham Dryfus aus Kleinbockenheim, 79 Jahre. Auswanderung: Nach U. S. A.: Herr Ernst Hirsch aus Speyer; Heiner Mayer, Sohn der Eheleute Sally Mayer, Hans Loeb, Sohn von Frau Wwe. Emil Loeb, Familie Walter Jonas, sämtliche aus Bad Dürkheim. Nach England: Frau Eugen Wolff aus Bad Dürkheim. Aus den Gemeinden. Ludwigshafen. Statistik der Gemeinde Ludwigshafen/Rhein (einschl. Oggersheim} nach dem Stande vom 1. Oktober 1937. Seelenzahl im ganzen:.....'...>...'.....710 Hiervon stehen im Alter von Jahren: 1—10__ 10—20 20—40 x 40—60 60—70 über 70 64 113" i71 247 78 37 Zahl der minianfähigen Männer............ 246. Witwen und ledigen Frauen....... . . 85 werktagsschulpflichtigen Kinder......... 91 fortbildungsschulpflichtigen Kinder....... 40 Kinder unter 6 Jahren...... 24 , Familien.................. 207 Zahl der Geburten in der Zeit vom 1. Okt. 1936 bis 1. Okt. 1937 . 2 Mitteilungen des Synagogenrats. Haushaltplan für 1937/38 Einnahmen 1. Kultussteuern SRM 15 000.— 2. Freiwillige Leistungen für die Aufgabe der Kultusgemeinde « 3. Zinsen und Gebühren 4. Leistungen aus den Beitragskarten für Hilfe i und Aufbau Ausgleichsbetrag "* 3Ub SiJL JIM 5wJE %jT 6 000.- 500.- 1200.- 10 000.- 3iJL 31M Jt*SL Ausgaben 1. Gehälter und Pensionen einschl. Rabbinatsbeitrag 2. Sonstige Personalausgaben 3. Kultusausgaben u. Instandhaltung d. Synagoge 4. Wohlfahrtspflege und Mittelstandshilfe 5. Kulturelle Ausgaben, einschl. der Zuschüsse für Isr. Lehrhaus M'heim, für Isr. Aufbauschule M'heim und für Isr. Anlernwerkstätte M'heim 3tM 6. Sachliche Verwaltungskosten (Telefon, Heizung, Beleuchtung, Wassergeld und Tiefbaugebühren, soz. und priv. Versicherungen, Porti usw.) 3UL Unvorhergesehenes 9Ui Zuschuß f. Kultuszwecke d. ostjüd. Vereinigung 3tM Zinsen und Darlehen 9tM 32 700— 16 000.- 1000.- 100Ö.- 6 000.- 2 000.— 4 000.- 1000.- 1 500.- 200.- 7. 8. 9. 3tM 32 700 — Bekanntmachung. Betr.: Auflegung der Jahresrechnung 1936/37 und des Vor» anschlags der Gemeinde für das Geschäftsjahr 1937/38. Die Jahresrechnung der Gemeinde für das Geschäftsjahrl936 » 37 und der Voranschlag für 1937/38 liegen in der Zeit vom 10. bis 23. Oktober d. Js. vormittags zwischen 11 und 12 Uhr zur Ein» sieht der Gemeindemitglieder im Gemeindesekretariat, Zollhofstr. 11 auf. Es steht den Gemeindemitgliedern frei, Erinnerung gegen die Jahresrechnung dieser Frist schriftlich einzureichen. Ludwigshafen a. Rh., den 6. Oktober 1937. Der Synagogenrat. Bekanntmachung. Betr.: Haushaltplan der Gemeinde und die Höhe des Umlage» satzes für das Geschäftsjahr 1937/38. Gemäß dem bayer. Gesetz vom 20. Mai 1935 und der Bekannt» machung vom 17. Februar 1936 wird für 1937 zunächst eine cinheit» liehe Verbandsumlage von 12 °/o aus der Einkommensteuer bzw. 15 o/o aus den sonstigen Steuern erhoben; sie schließt sowohl die bisherige Verbandsumlage von 3 o/o wie auch die bisherige Ge» meindeumlage ein. Ludwigshafen a. Rh., den 6. Oktober 1937. Verwaltung der Israelitischen Kultusgemeinde Ludwigshafen a. Rh. Der Synagogenrat.