Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Rheinpfalz
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Rheinpfalz
- Volume
- 1 (1937 - 1938)
- Issue
- 1 (1.9.1937)
- Date
- 1937-09-01
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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.'X ■ •-. Nr. 1 JÜDISCHES GEMEINDEBLATT FÜR DAS GEBIET DER RHEINPFALZ Seite 5 folgt in diesem. Falle durch die für den Wohnsitz des Arztes zu* ständige Abrechnungsstelle der KVD., welcher der Nichtkassenarzt seine spezifizierte Rechnung mit dem Krankenschein einreicht. Ge* maß Anordnung des Reichsärzteführers vom 8. Februar 1934 erhält der Nichtkassenarzt für «eine Leistungen 80 v. H. der Mindestsätze der Preußischen Gebührenordnung. Die Abrechnungsstelle der KVD. ist berechtigt, die Rechnung des Arztes auf wirtschaftliche Behandlungsweise zu überprüfen. Kann sich der Kranke — wie •das sehr häufig der Fall sein wird — nicht als krankenversichert .ausweisen, so soll der Nichtkassenarzt Bezahlung nur dann ver* langen, wenn ihm die Anspruchsberechtigung nicht ausreichend glaubhaft gemacht wird. Hat der Nichtkassenarzt Barzahlung erhal« ten, so hat er den Betrag dem Patienten zurückzuerstattten, wenn dieser innerhalb einer angemessenen Frist — etwa 8 bis 14 Tage — einen gültigen Krankenschein nachreicht. Die Bezahlung des Nicht« kassenarztes erfolgt dann durch die Abrechnungsstelle der KVD>., der er den Krankenschein mit seiner Rechnung einzureichen hat", bundmitglieder und der finanziellen Leistungsfähigkeit der Orts« fnippen abhängen. Es sind auf hohem künstlerischen Niveau ste« ende Veranstaltungen vorgesehen, die der Belehrung, Erbauung und Unterhaltung der Mitglieder dienen sollen. Die Spielzeit soll im Oktober beginnen. Herrn Theo Friedländer wurde Dank und Anerkennung für seine mühevolle Arbeit als Geschäftsführer des Kulturbundes ausgesprochen. N. Aus der Pfalz Jüdischer Kulturbund für die Pfalz. Ortsgruppenbesprechung. Die Leiter der drei Ortsgruppen Kaiserslautern, Landau und Pirmasens kamen am Sonntag, den 8. August, in Pirmasens zu einer Besprechung und Beratung über das Winterprogramm zusammen. An ihr nahmen auch..der Vorsitzende des Synagogenrats der israel. Kultusgemeinde Pirmasens, Herr Marx Dannheißer und Herr Max Stern als Dezernent für kulturelle Angelegenheiten in der hiesigen Gemeinde teil. Der Geschäftsführer des Kulturbundes, Herr Theo Friedländer, der die Sitzung leitete, gab seine Vorschläge für die Gestaltung des Winterprogramms bekannt, zu denen die Vertreter der Ortsgruppen Stellung nahmen. Die Durchführung des Pro« gramms wird in erster Reihe von der Opferwilligkeit der Kultur* Auswanderung: Der Hilfsverein der Juden in Deutschland gibt folgendes bekannt: Es liegt Veranlassung vor, erneut darauf hinzuweisen, daß die Hilfskomitees in den europäischen Ländern nicht in der Lage sind, Einwanderern, die auf eigene Faust ohne genaue Erkundigungen, der Hilfs« und Aufbaumöglichkeiten und ohne Beratung durch den Hilfsverein sich dorthin begeben, irgendwelche Hilfe zuzusichern. Es ist unerläßlich, daß alle Auswanderer zuvor bei der Bera« tungsstelle des Hilfsvereins vorsprechen und sich über die Einwan« derungsmöglichkeiten genau unterrichten. Diese steht für den Rabbinatsbezirk Landau jederzeit zur Beratung und Hilfe bei Aus« Wanderungen zur Verfügung: Mannheim E 7, 28: im September nur Freitag von 9.30 bis 12.30 Uhr. Außerdem findet am Montag,, den 4. Oktober in Landau zwischen 10 und 12 Uhr eine Sprechstunde im Gemeindehaus, Schützengasse 4, sattt. Rabbinatsbezirk Landau/Pfalz Amtliche Mitteilungen des Bezirksrabbinats. Die Sprechstunden finden von Montag bis Donnerstag jeweils von 10 bis 11 Uhr in meiner Wohnung, Glacisstraße 9 — Fernsprecher 2128 —; statt. Zu anderer Zeit bin ich nur nach vorheriger Vereinbarung zu sprechen. Hoschanah'Rabbah'Fest'Gottesdienst am Sonntag, den 26. September 1937, morgens 9.45 Uhr- Da am Hoschanah'Rabbah'Fest kein Fahrtverbot besteht, soll besonders für die Bezirksgemeinden an diesem Tage, dem 26. Sept. morgens 9.45 Uhr ein Festgottesdienst stattfinden. Der Beginn ist so gelegt und die Dauer so bemessen, daß die Mitglieder der Be> zirksgemeinden bequem die Zuggelegenheit nach Landau und in ihre Heimatgemeinde zurück benützen können. Der Hoschanah'Rabbah>Tag ist ja besonders dadurch ausge> zeichnet, daß er als Schlußtag des Hüttenfestes noch den Charakter des Jom.Kippur trägt. Der Gottesdienst soll deshalb durch Chor> gesang und eine Predigt besonders weihevoll gestaltet werden. Die Mitglieder der Bezirksgemeinden wie auch die Landauer Gemeindemitglieder werden hiermit gebeten, diesen Festgottesdienst besuchen zu wollen. Das Bezirksrabbinat. Bewegung des Rabbinatsbezirks: Bar Mizwah: 25. Sept.: Ludwig Haas, Sohn des Herrn Adolf Haas aus Rülzheim. 25. Sept.: Helmut Wolff, Sohn des Herrn Adolf Wolff, Böchingen-. Findet in der Synagoge zu Landau statt. 2. Okt.: Wilhelm Engel, Sonn des Herrn Paul Engel aus Herxheim bei Landau. Verlobung: r Fräulein Ilse Levi aus Mannheim mit Herrn Ernst Sender aus Landau. Auswanderung: Nach U.S. A.: Herr Arnold Levy, Sohn des Herrn Hermann Levy aus Landau. s Ablösung an Stelle von Dankeskarten und Spenden.- Es ist eine alte jüdische Sitte bei freudigen und ernsten An« lassen unserer Armen zu gedenken und anläßlich einer Feier, oder zum Andenken an liebe Verstorbene, der Gemeinde für die Be« dürftigen einen Betrag zu überweisen. Die Beiträge können bei der Kasse der Zentralwohlfahrts« stelle (Verwaltung der israel- Kultusgemeinde Landau, Postscheck« konto Ludwigshafen 1150) eingezahlt werden. Es spendeten: Fräulein Selma Weil und Herr Wilhelm Weil anläßlich des Wegzuges und zum Abschied. Aus den Gemeinden. Aus Landau. Hoschanah'Rabbah'Lernen. Am Vorabend des Hoschanah>Rabbah>Tages, Samstag, den 25. September, abends- 20.30 Uhr veranstaltet die Cnewrah'Kadischah in Landau ihr alljährliches Hoschanah'Rabbah'Lernen im Gemeinde« saal, Schützengasse 4. Hierzu sind alle Gemeindemitglieder herz> lieh eingeladen! Hebräische und deutsche Bibeln' mitbringen. Zum Gottesdienst am Versöhnungstag. Vor dem Neilah'Gottesdienst am Versöhnungstag wird durch Fräulein Ilse Mayer auf der Orge^ wie im vergangenen Jahre zur Einstimmung in dieses Gebet eine Komposition des Nürnberger Kantors, Herrn Julius Kaufmann, gespielt, die das herrliche Neilah« Motiv zur Grundlage hat. ' Gemeindebibliothek. * Die Bücherauslcihe findet jeden Mittwoch von 17.15 bis 18.15 Uhr im Bibliothekzimmer des Gemeindehauses, Schützengasse 4, statt. Die Ausleihe ist kostenlos und für jedes Gemeindemitglicd des Rabbinatsbezirks Landau bestimmt. Am 15. September findet keine Ausleihe statt. Spenden in Form von Geld und guterhaltcnen Büchern werden dankbarst angenommen . Israelitischer Krankenverein. Es wird darauf'hingewiesen, daß künftighin nur solche Arzt» beratungen und Rezepte vergütet werden, die durch den Rechner Karl Oestreicher genehmigt sind. Die Herren Acrzte werden gebeten, sich darnach zu richten und wollen nur in dringenden Fällen davon abweichen. K. O. Jüdischer Turnverein. Ab 'Mittwoch, den 1. Sept. finden wieder regelmäßig die Turn« abende statt. Um zahlreiche'Beteiligung wird gebeten, da sonst die Turnabende eingehen werden. K. O. i Jüdisches Kaffee. f Däs jüd. Kaffee bleibt am Vorabend des Neujahrsfestes und am Versöhnungstag (auch Mittwoch abend) geschlossen. Dagegen ist es am Neujahrsfest und an den übrigen Feiertagen wie an dea Samstagen geöffnet. — Am Samstag, de» 25. Sept. fällt abends der Kafteebetrieb wegen des Iioschanah«Rabbah'Lcrnens aus. Dank. Da es uns nicht möglich ist, jedem einzelnen zu danken, sprechen wir auf diesem Wege für alle erwiesene Teilnahme unseren herzlichsten Dank aus. Frau Särle Emsheimcr. Albert Etasheimer. I