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Jüdischer Volksbote · 1914-10-01 · 36 (10.1914) · p. Seite 558

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Journal
Jüdischer Volksbote
Volume
1914
Issue
36 (10.1914)
Date
1914-10-01
Page
Seite 558 (sequence 4)
Language
German
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558 aber vor allem unseren Brüdern in den heißumstrittenen Ländern des Ostens, in denen sie besonders dicht zusammeugedräugt wohnen, in ihrer -roßen Mehrzahl ein Leben der Thora lebend, das unS vorbildlich sein kan», lind durch daS wir gerade am End« dieses JahreS uns, von ihnen lernend, Wollten begeistern und erwärmen lassen. Wir hören in diesem Jahre des Schofar To» ,so, wie ihn einst Jirmijahn seinem Bolke gezeigt und gedeutet: "VW NPSV '3 nonSö .Denn die Stimme des Schofar hast Do gehört, meine Seele/ das Lärmen des Krieges*)". Die Menschheit ist G'tt ttnfteu geworden, Abfall und Leugnung der ewigen Wahrheit verbreiten sich immer mehr, darum lauern allüberall Feindschaft und Neid, und allen Böllern gilt daS Prophetenwort: „Wie Hüter des Feldes Umgeben sie es.„von allen Seiten, denn gegen J^hn war es ungehorsam". .Dein Weg und Drin Wandel habe«: die? Dir geschaffen; dies ist Dein Unglück, das so bitter ist und an die Seele Dir greift", so sollen sie sich sagen lassen. Und wenn sie es erleben, daß .Schlag auf'Schlag folgt, daß verwüstet ist die ganze Erde, verwüstet meine Zelte", dann sollen sie sich wiederum fragen: .Wie lange soll ich noch die hochragende» Feldzeichen der heranrückenden Feinde sehen, bis wann des Schoftr Stimme noch hören?" Und die Antwort, die sie sich geben sollen, ist die alte Erkenntnis, daß G'tt es ist, der in solchen schweren Geschicken prüfend und mahnend zur Menschheit, spricht. Dann hören sie in dem erschütternden Ton des "low auch zugleich die Erhebenden Untertöne der Hilfe in der Not, der Rettung aus der Not, die nur von Ihm allein wir zu erwarten habe». .G'tt ist der Herr des Krieges, G'tt ist sein Name." In Seiner Hand sind gleich flutenden Wafferbächen die Herzen derer, die Seine Gnade eingesetzt, um der Länder und Böller Geschicke zu leiten, die aber Seiner Führung nie entraten können und nur, wenn sie ihr bescheiden und vertrauend sich unterwerfen, ihre Aufgabe zum Heil ihrer Böller zu lösen vermögen. Darum: .Wenn ihr in den Krieg zieht in eurem Lande gegen den Feind, der «sch bedrängt, dann blaft Lärm mit den Posaunen, dann" wird euer gedacht werden vor eurem G'tt und Er vor euren Feinden euch retten." Darum beten wir zu G'tt, dem König des Alls (m'3^ü), beten wir zu Ihm, der des Verdienstes unserer frommen Ahnen uns gedenkt (nwis:), ber unS unter Schofarklang sein Gesetz, am Sinai übergeben und der einst der Menschheit Erlösung zu bringen und mtt des Schofar weltenerfullendem Schall anzukündigen verheißen (niivlw). Und wir beten zu Ihm um diese Einigung und *) Siehe Jirmijahu Kap. 4 B. 19-21.

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