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Jüdischer Volksbote · 1914-08-01 · 35 (8.1914) · p. Seite 550

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Journal
Jüdischer Volksbote
Volume
1914
Issue
35 (8.1914)
Date
1914-08-01
Page
Seite 550 (sequence 16)
Language
German
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550 dasselbe Dir, Josua,' der Du ein Levit bist, schon jetzt übergeben, und der Ort, an dem jenes Getreide sich befindet, sei Dir vermietet; ebenso werde ich in Bezug auf den Armenzehnten verfahren. Der Armenzehnten, den ich zu Hause absondern werde, sei Dir, Akiba, der Du Armenvorsteher bist, schon jetzt übergeben, und der Ort, an dem er sich befindet, sei Dir vermietet." In gleicher Weise überwies Rabbi Josua dem Rabbi Elasar ben Asarjah, der ein Ahronide war, den Priesterzehnten von dem ihm gewordenen Leoitenzehnten. 4 Run konnten die Weisen alle Vorräte, die sie bei sich hatten, genießen, und diese reichten auch aus, bis sie in Jaffa den Hafen erreichten. Es war an einem Freitag-Nachmittage gegen Abend, als das Schiff sich dem Festlande'näherte. .Es wird Sabbat werden," sagte Rabbi Elasar ben Asaria, »ehe wir den Hafen erreichen, und wir werden das Schiff nicht verlaffen dürfen." .Nicht doch," entgegnete Rabbon Gamliel, „es ist noch Tag, und wir befinden uns schon innerhalb der Sabbatgrenze. Wir sind keine 2000 Schritte mehr vom Lande entfernt. Wenn auch das Schiff erst landet, wenn es bereits Nacht ist, so dürfen wir dennoch ans Land steigen. Jetzt aber, meine Freunde, folgt mir in den untern Schiffsraum." „Warum," fragte Rabbi Elasar, „sollen wir nicht auf dem Verdecke bleiben? Mein Auge genießt mit Wonne den Anblick des heiligen Landes." Schon hatten Rabbon Gamliel und, Rabbi Josua das Verdeck verlaffen. Rabbi Akiba aber sprach: „Komm nur, mein Bruder Elasar. Wenn wir heute noch ans Land gehen wollen, so dürfen wir hier oben nicht verweilen. Sobald das Schiff landet, — und es wird dann schon Sabbat sein — wird das Schiffsvolk eine Treppe Herstellen, durch die wir vom Schiffe aus das Land erreichen können. Wenn die Treppe nur unsretwegen gemacht würde, so dürsten wir sie am Sabbat nicht benützen. Da sie das Schiffsoolk aber für sich anfertigt, so dürfen auch wir durch diese Treppe das Schiff verlassen." „Aber," fragte Rabbi Elasar, „warum sollen wir uns vom Verdecke entfernen? „Weil," antwortete Rabbi Akiba, „wenn die Treppe in unserer Gegenwart verfertigt würde, es so gut wäre.

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