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Jüdischer Volksbote · 1914-04-01 · 33 (4.1914) · p. Seite 503

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Journal
Jüdischer Volksbote
Volume
1914
Issue
33 (4.1914)
Date
1914-04-01
Page
Seite 503 (sequence 9)
Language
German
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503 genügen, soll hier ausdrücklich betont werden. Bei diesen bedars es nur einer fortwährenden Beaufsichtigung durch eigens hixrzu angestellte Kontrolleure, welche die einschlägigen Vorschriften kennen und auf deren Erhaltung bedacht sind. Ohne diese Aufsicht ist der Bezug von Mazzos aus Bäckereien, die also keine genügende Bürgschaft für die religionsgesetzliche Zulässigkeit ihres Fabrikats bieten, so vollständig verboten, wie das Fleisch von Metzgern und der Wein von Weinhändlern, die nicht von einem gesetzestreuen Rabbiner als um anerkannt sind. Das Peflachfest bringt uns noch außerdem die Pflicht an den ersten Abenden von dem Auszug aus Aegypten zu erzählen. Dieses Gebot hat unsere Seder-Abende geschaffen über welche die Peffach- Haggada die erforderliche Unterweisung so eingehend enthält, daß es genügt, auf sie zu verweisen. Um aber die vorgeschriebenen Anordnungen gewissenhaft erfüllen zu können, ist es notwendig sich mit dem Inhalt der Haggada schon vorder vertraut zu machen, eine Anregung, die vielfach nicht beachtet wird, weshalb wir diese Winke zum Schluffe jedem besonders nahe legen möchten. Des Herstes Sieg. von Iedidjah. In schweren Knechtschastsfesseln seufzend, stöhnend. Lagst du in dichtes Dunkel fest gebannt, In ew'ge Fern' gerückt die Kettung wähnend, vergaßest du des Retters mächt'ge Hand. Die Hand, die deine väte^ treu gelenket, Aus finst'rem Irrwahn hin zum Licht geführt, Erkenntnis in der Seele Nacht gesendet. Zu lvahrheitskündern ihren Mund erkürt. vergessen war sie! Stumpf und starr, verstöret, Lebt'st du dahin ohn' halt, ahn' Kraft und Lust, Die Sklavenpeitsche hatte dich gelehret, Den Geist zu töten in der eig'nen Brust. Dein Sinnen einzig nur darauf gerichtet, Gehorsam des Tyrannen Knecht zu sein, Die innigsten Gefühle jäh vernichtet hast du dich feig gebückt vor seinem vräun. vergessen war, daß noch die Freiheit lebte, Die göttlich Geisteswalten schaffen kann, von dem kein hauch mehr deine Brust durchbebte, Das einst den Vätern reines Glück gewann.

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