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Jüdischer Volksbote · 1913-04-01 · 27 (4.1913) · p. Seite 384

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Journal
Jüdischer Volksbote
Volume
1913
Issue
27 (4.1913)
Date
1913-04-01
Page
Seite 384 (sequence 14)
Language
German
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384 Reihe M ihn Hauses wurden von g Bäckern bedient. Am war in dem großen <S> gestellt. Alle Diener zu tun, die lange erschien ein armer Kleidern. Niemand Dienerinnen stießen dem Weg zu gehen, hin und her, um für zu sehen, daß Jeder Fremden nicht. Da an der Spitze der Taf^ schmutzigen Mann zu u zu essen und zu trinken Dann eilte sie hinfort Als der Arme seinen in ein Badezimmer Lumpen köstliche Kleide den folgenden Tagen, Festlichkeiten Teil neh Unzen Scharen von Köchen und Vorabend der Hochzeit, Sibloneth, arten eine unabsehbare Tafel auf- und Dienerinnen hatten vollauf der Gäste zu bedienen. Da füh Am anderen Tag! statt. Als das Brautp gestellt hatte, mit de fühlte sich Sulamith Kopfputz beengt; sie ohne sich umzusehen. ann m zerrissenen, schmutzigen chtete auf ihn. Die Diener und zur Seite und befahlen ihm aus Rabbi Akiba und Rahel gingen lie Gäste zu sorgen und danach vollauf bekam; sie bemerkten den perließ die Braut ihren Ehrensitz I, eilte auf den armen, zerlumpten ad bat ihn, ihren Sitz einzunehmen, und es sich wohl sein zu lassen, und besorgte Kleider und Wäsche. Hunger gestillt hatte, ließ sie ihn ren und befahl, ihm statt seiner r hinzulegen, damit er auch an ohne sich zu schämen, an den nen könne. fand im Garten die Trauung aar, das an der Mauer sich auf- Talith umhüllt werden sollte, durch eine goldene Nadel im g dieselbe heraus und steckte sie, hinter sich in die Mauer. m 3" Die Trauung wotr vorüber und im Hanse empfingen das Brautpaar und die Eltern die Glückwünsche der Gäste. Da erinnerte sich Sulamith der goldenen mit Diamanten besetzten Nadel, die sie im Garten gelassen hatte und befahl einem Diener, sie zu holen. Als der Diener in detz Garten kam, fand er, daß die Nadel den Kopf einer giftigen Schlange durchbohrt und diese an die Mauer!gespießt hatte. Er brachte die Nadel an der die giftige Schlange noch hing, in das Haus. Alle Welt wcüc erschreckt bei diesem Anblicke. Ein Wunder hatte das Leben der Braut gerettet. Hätte Sulamith nicht den Kopf der Schlange durchbohrt, das giftige Reptil wäre auf sie gefahren und sein Stich hätte sie getötet. „Meine Tochter," j sprach Rabbi Akiba, „Gott hat in wunderbarer Weise Dein Leben gerettet; sprich wodurch hast Du diese Rettung verdient?"

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