Jüdischer Volksbote
- Journal
- Jüdischer Volksbote
- Volume
- 1912
- Issue
- 21 (3.1912)
- Date
- 1912-03-01
- Page
- Seite 376 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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S7L Alk di»7U»fitt«, die wir als aufteckung-fördernd geschildert haben, habe» »»gleich etwa»^WiderwSrtige», Skelerrttzend»» an sich.' SS sei nur an.da» Ansfpeien i, geschloffene» Ränmen, Esten mit schmutzigen Fingern ». j. «i erim«tt. So zeigt sich immer wieder, daß Sauberkeit, SchönheitSß»u. hygienisch« Lebensweise, ebenso -usammengehSrigevegriffe find, wie ü»jaub«k«t, mangelhasteS Interesse für EchöNheitSkultur, Ansteckungsgefahr und Verseuchung. ' Wie wenig die Menschen im Durchschnitt hygienisch erzogen sind, geht daran». herwor, daß, trotzdem zur Erkrankung an Lnvgeutnberkulose ein» autgesprpchen« Veranlagung die »»bedingte Voraussetzung ist, dennoch ist, di« KrKpkheit, selbst ist unseren Kulturstaateu, in einem Maßt verbreitet da» mau. sich scheut, dem Laien hierüber Zahlen mitzuieileN. 1 Wen» wir bisher qur von der Sauberkeit . —' denn unter diesem BegM können wir fast alles zusammenfaffen, dessen Betätigung oder Uut«chffuug im vorangehenden gefordert worden 'ist, — gesprochen habe», al» dem sichersten Ahwehxmittel gegen die Ansteckung, so haben' wir nun als das zweite Hauptmittel, das hygienische - Leben in , jeder sonstigen Beziehung zu empfehlen. Selbstredend ist die Sauberkeit unbedingt das »chtiger», «eil e» di« Krankheitsstoffe vom Körper fernhält. Den Feind eher üb^chanpt fernz»halten, dürste ein« sichere Methode des Schutzes darsteÜe», als seine Kräfte zu stärk», um im Ringen mit dem Feinde zu siegen. Dazu kommt, daß der Mensch, der "auf Sauberkeit Wert legt, g^pz von selbst dazu geführt wird, auch iu sonstiger Beziehung ein hygrer^chkö Lebe» zu führen. Hu welcher Beziehung die hygienisch« Lebensweise als Schutzmittel gegen. An^ckung wirkt, ist zu Beginn dieser^ Aussätze schon dargelegt «ierden. Diese Wirkung erfolgt, um es kurz zu wiederhole», auf dem Wege, dstß der durch eine hygienische Lebensweise gekräftigte Körper besser und «st^sgmer imstande ist, in seinem Blute eine ausreichende Menge von ÄpAMgisten zu erzeugen, al» der weuiger gekräftigte und wenigier normale WaS eine solch« Lebensweise erfordert, dürfte allgemein bekannt sei»: ausreichend« Körperbewegung, gemischte Kost, Vermeidung von Unter- »ud Überernährung, Feruhaltnug übermäßiger Nervenreize, Bermeidung des llebermüßes der Teuußmittel, reichlich« Lust und Licht in den Wohnungen, Abhärtung u. s. w. Menschen, die ein solche» Leben führen, sich der Sauberkeit befleißigen, und von Natur nicht gerade schwächlich oder zu einer Krankheit disponiert find, oder sich «inen groben Verstoß gegen alle Vorsicht zu Schulden fommenlaffeo, find gegen die Ansteckungsgefahr ziemlich gewappnet. Jever- "nyttln weiß, daß die epidemischen ansteckende» Krankheiten gerade in jenen Ändern «nd— in Hgltuiländsi» — in jenen Stadtvierteln die meisten tzpfer 'foxdepn, wo h» Massen iu Armut und Unwissenheit zusammen. 8cÜ wöhchm, m schlecht ventilierten engen Räumen, bei Ab- ^t sowohl n«s»«sicher Sanherkeit wie hygienischer' Einrichtungen etl^tnng, Mimabfuhr, Kanalisation) und im Zustande dauernder ll»texximH«g. ' _(Schluß folgt). . 1. Liga». Von Dr. Rmchan». — 2. Ostdeutscher Bezirkstag der Freien ' Bereinigung für die Aeterrflea de» orthodoxe» Jndeuuim». — 3. —- 4 >itM!sch>. FrSonutgkeÜ. — k». Ansteckungsgefahr and ■ •_Snstockuugssnrcht- «ou Dr. Be» Aon._ B»chdr*ck«»et 8»»i» Solde, Frunkfurt a- M.