Jüdischer Volksbote
- Journal
- Jüdischer Volksbote
- Volume
- 1912
- Issue
- 20 (1.1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 351 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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bedeutungsvolle Broschüren veröffentlicht, die unsren Mitgliedern auf Wunsch unentgeltlich zur Verfügung stehen.. ES find dies: j a) Dr. mad. Ed. Biberfeld: „Ha lSschnitt oder Hirnzertrümmerung." d) Geheimer Regierung^rat vr. Tereg: „Gutachten betreffend das jüdisch-rituelleSchlachtverfahren." Beide Schriften enthalten vorzügliches wissenschaftliches Material, um die Schächrgegner sowohl persönlich, als in der Preffe zu widerlegen. Die Bemühung» unsrer „L o m mi s s i o u für ländliche Wohlfahrtspflege" zur wirtschaftlichen Hebung der Berhältniffe auf dem Lande haben jetzt dazu geführt, daß wir mit der Ausbildung junger Mädchen vom Lande für h a u s i n d u st r i - elle Tätigkeit begonnen habe». Leider ist es deshalb sehr schwer größere Erfolge zu erzielen, weil in einem und demselben Orte immer zu wenig Frauen und junge Mädchen sich bereit erklärten, Heimarbeit zu übernehmen. Die Heimarbeit ist aber für den Unternehmer nur daun rentabel, wenn gleichzeitig ein größeres Quantum Material an einen und denselben Ort gesandt und dort verarbeitet werden kann. In Angelegenheit der B i e h v e r l a d u n g am Sonntag hat unsre Commission nunmehr, begonnen, auch in den Süddeutschen Bundesstaaten Fahrplan-Verbesserungen in unsrem Sinne zu erwirken. Unsre Unterstützungskommisfion hat in der letzten Zeit wieder zahlreiche Subventionen für die Bedürfniffe der kleinen Gemeinden bewilligt; im Jahre 1911 haben wir für die ländlichen Gemeinden an Bar - Subventionen, Stipendien, Büchern usw. ca. Mk. 10000.— aufgewendet, abgesehen von den indirekten Leistungen für diese Kreise. Die Vorbereitungen zur Errichtung einer dringend notwendigen Schochtimschule, in der junge Leute deutscher Staatsangehörigkeit zu tüchtigen, wirklich leistungsfähigen Schochtim und nebenbei zur Ausübung des Kantorats herangebildel werden sollen, sind im Gange. Wenn irgend möglich soll die Schule im Herbste s. G. w. eröffnet werden. Unsrer „Palästina-Commission" ist es gelungen, zwei weitere Schulen im heiligen Lande zu eröffnen: eine Mädchenschule in Ekrön und eine Kn ab enschule in der durch ihren Wein in weiten Kreisen bekannten Kolonie Katra. Möchten unsere Freunde in Stadt und Land uns durch ihr dauerndes Jntereffe und durch die Werbung neuer Freunde und Ntttglieder in den Stand setzen, unseren vielseitigen heiligen Aufgaben mit voller Kraft Nachkommen zu können. Der ausführliche Jahresbericht pro 1911 erscheint iu. Kürze.