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Jüdischer Volksbote · 1911-09-01 · 18 (9.1911) · p. Seite 322

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Journal
Jüdischer Volksbote
Volume
1911
Issue
18 (9.1911)
Date
1911-09-01
Page
Seite 322 (sequence 20)
Language
German
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333 man von dir sagte: Ein Egypter hat uns von den Hirten befreit, sagtest nicht: ein Hebräer bin ich; darum kommen deine Gebeine nicht in das Land. 54 (,zi). Stelle dich nicht zu Lehrern während deS Unterrichts, du könntest sie mit deinen Reden . stören. Ehoni Hamaagal und sein Enkel Chilkija erwiderten keinen Gruß während sie im Dienste Anderer arbeiteten. Geschweige denn im heiligen Dienst. Wehe dem, der im Dienste Gottes untren arbeitet!, 55 188, ,M). Fragt dich Jemand um Rat, weißt du Bescheid, so führe ihn ans den rechten Weg, wie er nach deiner besten Einsicht Gott am wohlgefälligsten ist, aber nicht nach seiner Richtung, wenn diese Gott mißfällig ist. Schwiegest du, während du ihm den beffern Weg zeigen könntest, wie leicht könnte er einen andern fragen, der ihn einen Unrechten Rat erteilte, wie Absalom, da er sich vou Achitafels Rat zu seinem Verderben leiten ließ. Frage keinen um Rat, de» du irgendwie fähig hieltest, dir mit Nebenabsichten raten zu können. Du könntest seinem Rate folgen, es mißlingt, du hättest dann ihn im Verdacht, dir mit Absicht schlecht geraten zu haben, und im Grunde ist er frei von solcher Schuld; du aber begingest die Sünde, einen Unschuldigen in Verdacht zu haben. Gieb Jedem, sprach einst ein kluger Mann, den besten Rat, wenn er dich um Mt fragt, selbst deinen Feinden, aus zwei Griinden. Einmal aus Pflicht, sonst würdest du dich versündigen. Wolltest dn dich aber an ihm rächen, so gieb ihm um so » ehr den besten Rat. Er wird sicherlich das Gegenteil tun. 56 (186). Bete Jeder zu Gott, daß er ihm ein ivackeres, verständiges Weib bescheid«, denn gewöhnlich läßt sich der Mann vom Weibe leiten. Achab ward durch Isabel schlecht. Es hatte ein Frommer ein braves, frommes Weib. Er schied sich von ihr und nahm ein schlechtes. Sein Weib aber heiratete einen durchaus schlechten Mann. Der Fromme verlor seinen Charakter und ward durch sein schlechtes Weib zum Schlechten nmwandelt, der Schlechte ward durch sein wackeres Weib gebeffert und brav. Soeben erschien: : Merkblatt : r betr. Tefillin, Zizith und Nlesusoth : * Die religionsgesetzlichen Vorschriften, J J gemeinverständlich dargestellt. J 2 Kür Mitglieder der „Zreien Vereinigung" unentgeltlich, t Bureau 5er $reiett Vereinigung, t Kn ha 5t: 1. Die Schofarstimme. — 2. AuS der Kommission für ländliche Wohlfattspflege. — 3. Auf dem Laude. —4. Reue» für unsere Jugend. 5. Akiba. - 6. Altjüdische Frömmigkeit. Buchdruckerei LouiS Golde, Frankfurt a. Df.

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