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Jüdischer Volksbote · 1911-06-01 · 17 (6.1911) · p. [Seite]

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Journal
Jüdischer Volksbote
Volume
1911
Issue
17 (6.1911)
Date
1911-06-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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J Organ der Tommission für Ländliche Wohlfahrtspflege der freien Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums. Uo. 17. Frankfurt a. M., Sivan 5671 1911. vsr fest der Gesetzgebung. 'i iHy «npji cpp.^n NVI21 „Und Mofcheh stieg empor zu Gott, da rief zu ihm der Ewige" (2. .33. M. K. 19 33. 3.) ES ist das denkwürdigste Ereignis der Weltgeschichte, deffen Andenken wir mit dem herannahenden Feste feiern. „Mosche stieg empor zu Gott, da rief zu ihm der Ewige." Gott hat sich seinem Knechte und nachher seinem ganzen Volke offenbart, hat zu den Staubgeborenen gesprochen und sie dadurch emporgehoben über jeden Zweifel, hat sie durchdrungen mit der felsenfesten und unerschütterlichen Überzeugung, daß ein einziger Gott ist, der Himmel und Erde erschaffen, der das Weltall lenkt nach seinem heiligen Willen und Israel erwählt hat zu seinem Volke. — Alljährlich kehrt der Erinnerungstag an dieses wunderbare Ereignis wieder und fordert uns auf, daß wir emporsteigrn zu Gott wie unser Lehrer Moscheh einst getan, damit der Ewige uns rufe, wie er den Führer Israels einst gerufen. Unsere Weisen erzählen, daß als Moscheh auf dem Berge Sinai erschienen, sich die Engel schaarten um den Thron des Allmächtigen, fragend: Herr der Welt, was will der Staubgeborene in unserer Mitte? — Und Gott sprach: Er ist gekommen, die Thora zu empfangen. — Und die Engel riefen: ^err der Welt, Dein Kleinod, das Du bewahrt hast,-seit Jahrtausenden, willst Du schwachen Menschen überantworten, auf daß sie es übertreten, verletzen, verhöhnen? Und Gott sprach: Moscheh gib Du ihnen Antwort. Und Moscheh sprach: Herr der Welt, ich fürchte, daß sie mich verbrennen mit dem

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