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Jüdischer Volksbote · 1909-05-01 · 5 (5.1909) · p. Seite 83

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Journal
Jüdischer Volksbote
Volume
1909
Issue
5 (5.1909)
Date
1909-05-01
Page
Seite 83 (sequence 15)
Language
German
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und preisen. Mit diesem Wunsche begrüßen wir dich, heilige Thorarolle in unserm Gotteshaus: in diesem Sinne seiest dn n n s geweiht, in diesem Sinne wollen wir uns d i r weihen für »nd für! .! Amen. Bygiene der Kleidung. L»n Dr. ^Len-Hion. Nachdem wir uns über Vor- und Nachteile der Volkskleidiing unterhalten haben, können wir ohne weiteres eine wichtige Frage, die so oft falsch beantwortet wird, entscheiden: soll man wollenen oder banmsvollenen Strümpfen den Vorzug geben? Wir werden jetzt daraus die einzig richtige Antwort geben: unbedingt den baumwollenen. Freilich müssen dieselhäufiger als wollene gewechselt werden, da sie sich leichter mit Schweiß durchsetzen und so den Schmutz der Haut an sich ziehen. Wo daher ein gewisser Grad von Sauberkeit unmöglich ist, ist allerdings der Wollstrnmpf vorzuziehen. Ebenso wird man auch wohl dann, wenn eine besonders gute Erwärmung der Füße vorübergehend notwendig ist, den Wollstrumps bevorzugen: doch sollen derartige Fälle als Ausnahmen betrachtet werden. Denn alle sffachtcile, die wir für das Tragen von Wollhemden angeführt haben, treffen! für den Wollstrumpf in erhöhtem Maße zu. Denn wenn durch den größeren Lustgehalt der Wolle eine stärkere Erwärmung der Haut und leichte Schweißabsonderung herbeigeführt wird, so verinag der Scknveiß durch das Wollhemd wenigstens nach außen hin zu verdunsten; am Fuße dagegen kann eine Verdunstung nur äußerst langsam stattfinden, da das Leder nicht lnftdurchläffig ist. Und so bildet sich denn um den mit Wolle bekleideten Fuß eine dünne permanente Schweißschicht, die bei langsamer Verdunstung de» Fuß abkühlt und so die gewöhnlichste Ursache für die kalten Füße von sonst gesunden Menschen wird. Gewöhnen sich solche Mensche» an baumwollene Strümpfe, die allerdings häufig gewechselt werden muffe», so werden die Füße wärmer, obwohl die Strünipfe 'dünner sind. Auch Schweißfiiße lassen sich so zuweilen mit einem Schlage beseitigen. Bedarf man l’tj starker Kälte eines besonderen Wärmeschuhcs, so werde man nicht gleich dem Baumwollstrumpf untreu, sondern benutze Cohleneinlagcn ans Stroh, Kork oder Filz. Gilt nun alles bisher Gesagte schon für den Winter, so ist es für den Sommer umso selbstverständlicher; das ständige Tragen von Wollstrünipfe», auch im Sommer, ist eine schädliche Unsitte, für deren Beibehaltung auch nicht ein vernünftiger Grund bcizubringen ist. Sehr schädlich ist die Durchfeuchtung der Strünipfe. Bei der verhältnismäßig sehr großen Hautoberfläche des Fußes ist die Verdunstung und

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