Jüdischer Volksbote
- Journal
- Jüdischer Volksbote
- Volume
- 1909
- Issue
- 5 (5.1909)
- Date
- 1909-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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ö I 'TM pipfiPFting öff gFllM^-loiH^mhFN JnfpFFfpn öff jüdislhFN GanffiFnül^FPiing. Frankfurt a. M. iivan 5069 i£l H Zum Zebebustterie. DaS Schebuotfest d. h. Wochenfeft ist das einzige unserer Festes das diesen seinen Namen nicht nach der Bedeutung des Festes an und für sich, sondern nach den Wochen trägt, die zu ihm hinführen und mit ihm ihren Abschluß erhalten. Es heißt auch o-ni^r; :n Fest der Erstlinge, weil an ihm die Erstlingsfrüchte des ganzen Landes, in dem Tempelheiligtum Gott geweiht wurden. Aber auch hier mußten die Früchte schon vor dem Feste gepflückt und nach Jerusalem gebracht werden. Selbst die dritte und geläufigste Bedeutung des Festes als urrrw 105 vst, welche dem Gedächtnis der a» diesem Tage erfolgten Offenbarung der Thora am Sinai gilt, erinnert uns durch die ihm vorausgehenden „drei Tage der Abgrenzung" an die vorbereitende Selbstbearbeitung und Selbftheiligung als unerläßliche Vorbedingung, durch welche die Nähe Gottes und die Aufnahme seines Gesetzes gewissermaßen erst verdient werde» mußte. Alle diese Momente vereinigen sich, um nns die Bedeutsamkeit der Vorbereitung naheznlegen, welche für die rechte Feier unserer Feste' und speciell des Schebuotfestes unerläßlich ist. Wenn unsere heiligen Festeszeiten von ihrem sittigenden, heiligenden Einfluß so sehr viel eingebüßt haben, so haben wir wohl zuallernächst den Grund dafür darin zu suchen, daß so viele ohne die rechte.Rüste »nd Weihe an sie herantreten. Gilt das von allen Festen, so gilt es noch in höherem Grade von dem Schebuotfest. Denn jedes Fest hat seine Symbole und äußeren Abzeichen, hat seine besondere Pflichten, welche auch den Ge-