Jüdischer Volksbote
- Journal
- Jüdischer Volksbote
- Volume
- 1909
- Issue
- 4 (4.1909)
- Date
- 1909-04-01
- Page
- Seite 68 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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der .Freien Vereinigung" erbeten werden sollen, auch wünscht man für eine weitere Versammlung einen Redner aus Frankfurt. Kimpar (Odenwald). Hier fand unter Leitung des Herrn Lehrer Blumenthal eine gut besuchte OrtSgruppen-Verfammlung behufs Besprechung des Jahresberichtes statt, an der auch zahlreiche Nichtmitglieder teilnahmen. Der .Volksbotew.rd nach Inhalt und Form sehr beifällig ausgenommen. Rebe» dem herkömmlichen allsabbatlichen Gcmeindeschinr wurde die Einrichtung eines besonderen njw beschlossen, der vor allem die Uebung im Selb st lernt» bezweckt. ES sagten sofort zwölf Herren ihre aktive Beteiligung zu, und wir haben letzten -is® schon einen verheißungsvollen Anfang gemacht. In der Diskussion wurden aus der Versammlung heraus manche anregende Fragen aufgeworfen und beantwortet. Herr vr. meä. Ma he r-hier, war für das Zustandekommen der Versammlung und des neuen SchiurS in gcwohntem Eifer besonders tätig. ttzuedlinburg. Hier fand eine anregend verlaufene Versammlung statt, in der über den Verlauf des Vereinstags und über die Tätigkeit der .Freien Vereinigung- Bericht erstattet wnrde- Namentlich die beobstchtigte Palästina-Arbeit fand großes Interesse und soll so viel wie möglich unterstützt werden. Berlin. Unter großem Andrang aus den gesinnungsgcnöffischen Kreisen der ReichShauptstadi fand unter Vorsitz des Herrn Sally Guggenbcim eine Verammlung der hiesigen Ortsgruppe znm Zwecke der Berichterstattung über den VercinStag statt. Zunächst schilderte Herr Rabbiner Dr. Munk in eindrucksvoller Rede den äußeren Verlauf der Frankfurter Tage, die alle auf gesetzeStteuem Boden stehenden größeren Verbände und damit viele Hunderte von Gesinnungsgenossen auS allen Teilen Deutschlands zusammengcführt und viele mühevolle Arbeit, aber auch neue Wirkung und reiche Anregung gebracht hätten. Herr Jacob Rosenheim aus Frankfurt a M. gab alsdann ein Bild der Vereinstätigkeit im abgclaufenem Jahre. Er begrüßte insbesondere die beabsichtigte Gründung einer Frauen gruppe in Berlin und zeigte die durch die Zeitverhältnisse bedingte Notwendigkeit, auch die jüdischen Frauen zu gemeinsamer Arbeit zu organisieren. In der Diskussion un der sich die Herren 0r. Eduard Biberfeld, Rabbiner Or. Rosenthal, Rabbiner ür. Fink und stnd. med. Hofmann beteiligten, wurden weitere wcttvolle Anregungen gegeben. Allseitig wnrde anerkannt, daß es nowendig sei, regelmäßige Versammlungen der Ortsgruppe zu veranstalten. Berlin. Die Konstituierung der hiesigen .Frauengruppeder „Freien Vereinigunghat am 10. März stattgefunden. Es schlossen sich sofort mehr als 80 Damen an. Für die verschiedenen Zweige der Tätigkeit wurde» Commissionen gebildet und zwar solche für Stellenvermittlung, Pflege des religiösen Sinnes Soziale Fürsorge, Soldatenverköstigung, Geselligkeit und Propaganda; die Stellenvermittlung erfolgt in Konnex mit dem Schomrc-SchabboS-Vcrein- Breslau. Zu einer eindnicks.wllen Kundgebung gestaltete sich die Versammlung der Ortsgruppe der .Freien Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums", die heute Abend in den Räumen des Hotels .Zu den vier Jahreszeiten" abgehalten wurde. Nach Eröffnung und Begrüßung der Versammlung brachte der Breslauer Vertrauensmann. Herr Aron Kober mit einigen einleitenden Worten über die Ziele und Zwecke der .Freien Vereinigung"