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Jüdischer Volksbote · 1908-11-01 · 2 (11.1908) · p. [Seite]

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Journal
Jüdischer Volksbote
Volume
1908
Issue
2 (11.1908)
Date
1908-11-01
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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patriotische Gesinnung des Rabbiners. Tags darauf erfolgte ein königliches Dekret, wonach Rabbi Alexander Elfäffer zum königlichen württembergischen' Obcrlandesrabbiner ernannt wurde mit einem jährlichen Gehalt von 600 Gulden. Daran hatten zu zahle»: Der Rabbinatsbezirk 200. die reichen Stuttgarter Israeliten besonders 200, und die Staatskasse 200 Gulden. Am 14. April 1812 wurde wiederum dem Hofbankier Wolf Kanlla in Stuttgart durch königliches Dekret zu erkennen gegeben, daß für den Rabbiner in Frendenthal ein Gehalt von 800 Gulden angeseht sei. Der greise Rabbi, der in der ersten Audienz schon bei dem König einen vorzüglichen Eindruck hinterlassen hatte, wurde noch gar oft ins königliche Schloß gerufen;' gar häufig unterhielt sich der König mit dem an Erfahrung reichen Gpeise. < Einmal ließ der König einen seiner schönste» Hirsche im Parke fangen, ließ denselben von dem Vorsänger (Chasan) in Frendenthal, der zugleich das Schächten versah, rituell schlachte» und schenkte das Hirschfleisch dem Hofjudcn Götsch in Ludwigsburg und dem Rabbiner in Frendenthal. Am 30. Oktober 1810 starb König Friedrich »ach einer laugen glücklichen Regierung, die seinem Lande und Volke zum Segen gereichte. Und am 3. Tage Pesach im Jahre 1811 entschlief Rabbi Alexander Elsässer in Frendenthal und ging heim zu seinen Vätern im 87. Jahre seines Lebens. Mit aufrichtiger Teilnahme hatte der Rabbi den Tod seines ihm überaus wohlwollend gesinnten Landesfürsten betrauert, einige Monate später war auch er eingcgangen in die Ewigkeit. Sein Name war auf aller Lippe» als der eines frommen, liebevollen Mannes. Er erschien wie eine Sonne, vor deren Glanz jedes andere Gestirn erbleichen mußte. Er besaß einen großen Schatz gelehrter Kenntnisse, die er fortwährend vermehrte. Ans seiner ganzen Erscheinung lag eine Weihe, die mehr oder weniger alle berührte, die sich ihm nahten. Wer von ihm fortging, nahm auch einen Segen mit. Sein Andenken lebte noch lange fort im Herzen der dankbare» Frcndcnthaler. mmol fSsn mit dem Hieze! der „freien Vereinigung für die Jnteressen des orthodoxen Judentums“ unter Aufsicht des Herrn Rabbiner 3)r. Breuer anZejertiZt. ff-irr kleinere Sorte, M. 6—, die größeren zu cnlspache,,;, höherem Preis. -No- <♦ r in Blech- oder Glasgehäuse von 50 Pfg. an, in ^vlClVtlOtö Celluloid k 70 Pf., mit Patentgehäuse sMessing r r c oder Nickels ä 1 M., extra große entsprechend höher. A. I. Hßfmann Frankfurt a. M. f 5?lephon 13686- Buchhandlung UUerijeitigenjlraße 87.

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