Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 8 (1921)
- Issue
- 3/4 (1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 29)
- Language
- German
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49 Aron war anders als Moses. ז־ ״•ד. איד* •ר,־ נ י*“; את -,ידי: Moses pflegte zu sagen: das Gc'etz muß den Berg durchlöchern Wenn ein Schwächling kommt und spricht. Ich kann den Sabbath nicht heiligen, die Verhältnisse unserer Zeit sind starker als der Sabbath, dann sagt Mose*. Nein, der Sabbath muß starker sein als die Zeit Wenn ein Eitler und Schämiger kommt und spricht: Ich kann doch mit einem Omer-Bart nicht unter Christen gehen, dann sagt Moses: Das Gesetz ist starker als deine Eitelkeit und Scham א־ש '־:־־ p: של־ש :,r:אבד א—ן א—ב ש־יש וי—ף ש,1,ש ׳ Aber Aron liebte den Frieden, erstrebte den Frieden und stiftete Frieden zwischen Mensch und Mensch. Nicht als ob Aron statt das Gesetz den Berg, den Berg das Gesetz habe durc.hlöchern lassen. In der Sache war Aron so wie Moses. Nur in der Form, in der er die Sache vor der Wolke vertrat, unterschied er sich von ihm. Das geht auch aus folgender L'eberlieferung im Jalkut und :*אש־ר hervor. שהוע׳ג הרין ,;cs ••ב:, את אחין ני ב־ת •ש־אל לדש־ יא נני אלא אגש־ש *אשית־ •ששי לדר, ש־שחחן בדב״ש •אחין לא אשי ס־ש־ן לאיש ששיחת ולא לאש•־. ששיחת , . . •ע- בש־־. א״ש־ב ח•• ב שיא־1 שגרךאי ששש אחי; שאלשלא א־ח אל בא זד, לע־לם שהי* דש־ב ש־־-ש בין א*ש לאשתו ושזד־ונ,; זח עש זר. •י." קרר־ן שש ה־דוד על ששו. .Arons Tod wurde von dem ganzen Hause Israels auch von den Frauen) beweint. Beim Tode Moses weinten blos die Männer, weil Moses das unbeugsame Recht vertreten und das Volk mit harten Worten zurechtgewiesen hatte, während Aron nie zu einem Manne gesagt hatte, Du bist verdorben, und nie zu einer Frau, Du bist verdorben. . . Es waren ferner viele Tausende in Israel, die den Namen Aron trugen, denn wäre nicht Aron gewesen, wären sie nicht geboren worden. Aron war's nämlich, der bei Ehezwisten Frieden stiftete zwischen Munn und Frau, die dann aus Dankbarkeit zum Friedensstifter dem ihrer Wiedervereinigung entstammenden Kinde den Namen Aron gaben*. Beim goldenen Kalbe ist diese Friedensliebe Arons zum Verhängnis geworden. Es ist sehr bezeichnend für das Zeitalter der netten Rabbiner, die auch heute von den Frauen mehr geliebt werden, als die orthodoxen der unbeugsamen Strenge, daß dpr talmudische Sutz ,אב* א־־ן א ־: ״.‘־1-ש ר*דף שלום• viel populärer und landläufiger ist als der biblische ׳:א־*; "תא:ת ״ ,ד' ש ד ידשש*רüber Aron zürnte Gott gar sehr, um ihn zu vernichten־, obwohl den netten Rabbinern die Bibel viel maßgeblicher ist als der Talmud Man will es eben trotz Aron nicht mehr haben, daß Nettheit und Gold gkc.t aufhören, sittliche Eigenschaften zu sein, wenn sic die Wahrheit preisgeben. Aron schwieg bei den Haderwassern. Hätte er beim goldenen Kalbe sich gegen das Volk aufgelehnt, dann wäre sein Schweigen beiden Halerwassern eine den aufblühenden Zorn seines Bruders überstrahlende Tugend gewesen So aber wurde sein Schweigen bei den Haderwassern durch seine noch ungesühnte Nachgiebigkeit beim goldenen Kalbe innerlich entwertet, deshalb mußte er hier wegen seines Schweigens büßen, wie M •sc» wegen seines Redens büßen mußte. R. B