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Jüdische Monatshefte · 1921-01-01 · 3/4 (1921) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
8 (1921)
Issue
3/4 (1921)
Date
1921-01-01
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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39 zuzuschreiben haben. סי lange ihr nicht die Bedingungen erfüllt huht. 1110 allein den Weg nach der Heimat uns erschließen Wenn unsere Häuser nls Stätten des reinen Besitze*, des reinen Genusses und der reinen Freude erstehen, so haben vcir uns kö-tl chen Anteil am Erlösungswcrk unseres Volkes Residiert. Denn wir bannen damit den fürchterlichsten Feind, der an der Wurzel des jüdischen Lebens ragt und wühlt, dem unsere Vergangenheit schmählich erlegen, und der erst völlig überwunden sein muß, w^enn der Weg zum Aufstieg, zur Heimkehr unsere י Volkes frei werden soll. Für diesen Feind hat unser Gottesbuch einen Begriff geprägt, der ihn in seiner ganzen verhängnisvollen Gefahrlichkeit charakterisiert. Wo er sich einnistet, Gedanken. Empfindung. Willen und somit schließlich den .־ganzen Menschen beherrscht, da schwindet die Empfänglichkeit für alles Göttliche, Edle, Gute, und dumpfe Gleichgültigkeit, schmähliche Gedankenerschlaffung und menschenunwürdige Blasiertheit ertötet jedes jüdische Leben: jüdisches Leben ist in *noT. erstorben ■ Scheuchet die ש־דא־ hinweg, wo immer sie sich zeigt, ist daher dauerndes Mahn wort der Thora. Führet den Ka npf wider die דיכא־. wenn euch euer Leben teuer ist I Denn ־־־: hat Gott euch .verliehen, göttliche Kraft, die dem Guten, Wahren s'ch erschließt und dienend dem Göttlichen sich hingibt. Laßt euch dies köstlich große Bewußtsein n;cht rauben' Und greifet göttliche Hilfe auf, die euch beistchen will, diese Kraft euch zu stärken, daß sie immer freier und ungehemmter sich entfalte. Alle die weiten, großen Kapitel unserer Thora, die mit der Mahnung z r ~ד und mit der Warnung vor ט־דא־ beginnen und schließen, dienen diesem heilig großen Erziehungswerk. Und schaut Mauscheh Rabbenu in selntm Ab- «chiedswort sein Volk .welk" und innerlich .verderbt“ den Weg der Entartung wanken, so ha! er nur die eine traurig wahre Antwort auf die Frage nach der Ursache dieses Jammers, dieser schier unbegriiflichcr. Entfremdung: Gott führte sie auf die .Höhen“ des Lebens, doch das köst liebste Lebensgut war ihnen in Genußsucht und Besitzgier schmählich antergegegangen. Diese .“.scs-Gefahr drohte von dem Besitz eines üppig gesegneten Landes, drohte aus der staatlichen Etablierung des jüd-chen Volkes Inmitten einer entarteten Welt Erez Jisroel aber sollte r־־ rc־s sein, ein Boden, der der Verwirklichung eines heiligen, gött ichem Willen dienenden Volkslebens sich hingab, und nicht von seinen Bewohnern n .־■*IT hinabgezerrt werden sollte. Ueber Wü-tenrrziehung führte der Weg de* jüdischen Volkes nach dem Land seiner Bestimmung P.1 aver erh >b sich in seiner Mitte die Stätte, aus der die ־*־•.■ des jüd-chen Volkeewige Nahrung sich holen sollte: aus seinem Heiligtum ergingen die gew.i'tig-t,!: Warnungen vor דדא׳־:, die gewaltigsten Aufrufe zur ־־־: (vgl Lev!-) Und Gott reichte ihm das Wasser, mit dem es seinen D1!r<t löschen 1t•, Brof, mit dem cs -einen Hunger stillen sollte, um es fiir den heilig rc Besitz von Erez Jisroel zu ertüchtigen so lange ihr den T1-1h v.m 1־ r euch decken lasset, vor meinem Angesicht genießet und des Lebere״׳ ', freut, nähret ihr euere —T. bleibet ihr rüstige D en׳ r meines Willens und Erez Jisroel harret freudig -eines Volkes. Auf den Trümmern seines staatlichen Zu-ammenbruchaber kl gt der Prophet (Jcr. '2) über den histori-chen Jammer *eines Volkes, di׳" c*

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