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Jüdische Monatshefte · 1921-01-01 · 1/2 (1921) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
8 (1921)
Issue
1/2 (1921)
Date
1921-01-01
Page
[Seite] (sequence 21)
Language
German
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gäbe galt ihre ganze unvergleichliche heroische Kraft. Waren Kampfer, die bis zum letzten Atemzug für ihr Volk, fiir die Menschlichkeit gelebt, gelitten und gerungen* Wollen euch führen, den Weg euch bahnen ד*ך t:e• *״ ס^אב's* ״:״ ל«י (Mal. 3,1), den ihr zu eurem Heile betreten müßt, und rdumen euch Schutt und Geröll hinweg, der euch den Aufstieg zur Gottesnahe erschwert: ״Pühret aufwärts, aufwärts, bahnet den Weg, hebet Strauchelwerk hinweg aus dem Wege meines Volkes!* (Jes 14). Wollen den Riß heilen, der .Kinder von Vätern, Väter von Kindern* unselig und verhängnisvoll trennt (Mal. 3, 24) und deshalb ihr ewiges Mahnwort: עבדי rrc זב*: “•יז (das. 23). Das aber heißt: Zurück zur Thora' Natur und Geschichte sprechen zu euch nicht mehr als Gotteswerk, nicht erkennet ihr in ihnen die Spuren ewiger göttlicher Wallung — dann hin zu den Propheten, daß sie euch den Blick von allen Trübungen befreien, daß sie den Schleier euch zerreißen, der euch den freien Aufblick, den Fernblick zu rauben droht! Daß ihr mit ihnen eure .!rrtümer* berlchtigt r;”:r ערי (Hab. 3,1), über alles grauenhaft Rätselhafte hindurch zur Klarheit euch ringet und mit Jirmeja(l6,l9 das Siegcslicd eures Lebens singet1 Ein schier unerschöpfliches Thema. Nur ein paar Ueberschriften mögen es beleuchten. Jede von ihnen verdient (wir behalten es uns noch vor) besondere Behandlung ui d Vertiefung. Propheten stehen mit der Thauro in der Hand vor euch — bei keiner Zeile der Prophetenlektüre darf das vergessen, außer Acht gelassen werden. Was diese Thauro euch bedeutet, was Thauro ist, was zu ihr verpflichtet, das alles erfahret ihr von ihnen *) Sie reichen euch die Thauro, daß ihr Unterpfand göttlicher Liebe in ihr besitzet (Mal. 1, 2), und was ihr abends und morgens im Gebete sprechet, daß euch Thauro Ausfluß ewiger göttlicher Liebe, in ihr euch Leben gegeben sei, diese Erkenntnis, dieses Bewußtsein gewinnt ihr bei ihnen. Weil sie geschaut haben die Entnervten und Vergifteten, die von Besitz- und Genußgier sinnlos Trunkenen, die sich schmücken mit ihrem welken Kranz und stolz sir.d auf das, was so entsetzlich sie schändet, deren Tisch keinen Raum mehr läßt für das Reine und Heilige, die für Thauro deren Wesen* ihnen fremd, nur gräßlichen Hohn besitzen und in der Emanzipation vom Gesetz die Voraussetzung zuin Lebensglück zu besitzen wähnen (Jes. 2S) und sie sich gar wohl bewußt waren, daß es eine Entfremdung gibt, wo jedes Wort vergebens, wo nicht das Wort, wo nur die Erfahrung und das Leben mit seinen bitteren Enttäuschungen erst spätes, schmerzliches Erwachen bringt (Jes. •V), II), wollen sie euch vor solchem Lebensschiffbruch bewahren Sie haben euch den Fluch gewiesen, dun das Leben ohne Thauro rettungslos verfällt (Sech. 5, 8, 10), daß ihr zurückbebet, euch euer kö't lichstes Gut, ohne das euer Leben wertlos ist, in tollem Ucbermut oder oberflächlicher Beschränktheit für immer zu vetschcr/en. Ihr sollt wisst 1: was ihr in eurer Thauro besitzet. Indem aber Propheten zur echten, rur.en •) Vgl. uD»tru Aufsatz: Wie fubieu l’rophetru zum Siuai' Jahrg S, 11 »ft ל

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