Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 7 (1920)
- Issue
- 11/12 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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I)ns Mui h <I<*h < i.iluthprophrlcii Jecheskel. fandes an Israels Stämme, die es zur Verwiklichung des Gottes• willens für immer in Belitz nehmen (47—4ö). Und nun noch ein Wort zur Orientierung. Wie kein anderes Prophetenbuch enthält Jecheskel dunkle, nur fchwer zu erfor• fchende Abfchnitte, Das darf uns nicht Wunder nehmen und braucht uns auch nicht abzufchrecken. Wenn der Prophet in dem letzten Teil feines Buches Lichtblicke in eine von uns erfehnte glückliche, grobe Zukunft uns gewährt, fo ift es nur natürlich, dah manches oder vielleicht vieles noch erklärungsbedürftig bleibt und fein rechtes Verftändnis erft finden wird, wenn diefe Verkündigungen einft als hiftorifches Ereignis vor uns liegen. Wir möchten fie aber deshalb nicht in unferem Buche miffen. Sie bilden den unvergleichlichen Schatz eines Vermächtniffes, aus dem uns für die lange, entfagungsreiche Zeit unterer Wanderung durch die ״Wüfte der Völker” Kraft und fette Zuverficht und der unerfchütterliche Glaube an untere und der Menfchheit Zukunft fliehen (oll. Des Buch enthält ferner an einigen Stellen Schilderungen der dem Propheten gewordenen Einblicke in Gottes Gegenwart und Waltung bekundende Erfcheinungen. Es gilt nachzuweisen, welche Bedeutung für uns solche Schilderungen haben, auch wenn wir der Mahnung unserer Weisen s: Folge geben אין ־־־•ט,; :ד::־ (Chug. 11) und selbst bei Abchnitten, für die c־p־c ־איצי (das. 1.4) undeutende Hinweisungen gestattet lind, auch von einer Über- Setzung Abstand nehmen, die ohne Commentar, zu der wohl den Meisten die Kraft ubgeht, doch wertlos und zu Mihdeutungen nur zu leidit Aniah geben könnte. Unsere Weisen *זי wühlen weshalb lie uns mit dem Weisheitswort ד־דיא דד־ איי ־.ך־־יצ: mahnten: nicht erforfchen zu wollen, was lieb unserer Fassungskraft entzieht und ד:־צ־ דד־ אי1 ־.־.־•־: nicht leichtfertig aufzudecken. was naturgemäh lieh uns verhüllt; אין יי־ עדין ruten lie uns zu und haben lieh dumit als die e<hten Führer dur<h dir der Forfchung li<h erfchliehenden Gebiete der Wissenfchult uns erwiesen. Aber auch hier gilt es erst recht, dab wir solche Teile in unseren! Pro phetcnbuch nicht missen mödden. Sie lind uns, was nachgewiefen werden muh, köstliches Unterpfand für beglückende Wahrheiten und ewig wahre Verleihungen. Das alier braucht nicht gesagt /u werden.