Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 7 (1920)
- Issue
- 11/12 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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Diis Mm h drs <j.1lulhpr<1|1hrtrn .UvhrskH. und feinem Gefetz verfälfehenden Lehren gegenüber entwickelt er in packenden Gleichniffen den wahren Begriff von Ifraels Volkstum (15), die Gefchichte feiner Erwählung, die Bedingungen feiner Blüte und die Urfachen feiner gräflichen Entartung (16), fowie die traurigen Verirrungen einer verblendeten, unfeligen unjüdifchen Staatspolitik (17) und verkündet allen entgegengefetzten Meinungen Zum Trotz mit unvergleichlichem Nachdruck die ewige Verjüngungsmüglichkeit feines Volkes, die der Gefamtheit fowie jedem einzelnen von Gottes liebender Waltung für immer verbriefte Kraft der Erhebung (15), je ergreifender feinen Lippen das Klagelied über da» untergehende jüdifche Königtum entftrömt. das fo völlig feinen jüdifchen Charakter, die wahren Wurzeln feiner Kraft und damit feine einzige Berechtigung verkannt hat (19). )e näher die kataftrophalen Ereigniffe, die der Prophet feiner Gnlu vor die Seele zu führen hatte, heranrückten, defto eindringlicher wird feine Sprache, defto rücklichtslofer führt er den Kampf mit den verbrecherifchen Anfchauungen, die den mit der Kataftrophe einfetzenden Gefundungsprozeh zu vereiteln geeignet waren: unter Vergegenwärtigung der wichtigften Phafen der jüdifchen Gefchichte führt er dert Nachweis der ewigen Verpflichtung des jüdifchen Volkes zu feinem Gottesgefetz, der Unmöglichkeit, fich jemals von Gottes Gefetz zu emanzipieren und feiner durch alle Galuthfchikkungen anzubahnenden erneuten Sammlung als Gottesvolk d. h. als das Volk des Gottesgefetzes (20). Unter diefem Gelichtspunkt fchaut er den heimatlichen Staat unter dem Schwert des Siegers, dem Gottesfehwert, verbluten (21), während er nicht müde wird, unter fchonungslofer Charakterifierung der gröblichen littlichen und fozialen Entartung feines Volkes (22) und des Staates, der fein göttliches Gepräge gänzlich eingehübt hat (25), die einftige Auferftchung von Volk und Staat als von Gott zugelicherte Gewibheit feiner Gola zu verheiben. Und als die Kataltrophe in der Heimat zur Tatfache geworden war, begleitet er die Zerftörung Jerufthaluims mil fchmerzlithem Weh und veranfchuulicht mit blutendem Herzen, das dem gleichzeitigen Tod der Gattin nachtruuert,!einer Gola die Tragweite des Untergangs feines Heiligtums (24). In diesen Ubergungsjahren richtet der Prophet als ״Menlch heitsohn“ sein prophetifches Wort audi an dir Volker, deren Gr