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Jüdische Monatshefte · 1920-01-01 · 9/10 (1920) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
7 (1920)
Issue
9/10 (1920)
Date
1920-01-01
Page
[Seite] (sequence 32)
Language
German
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ו! י 1.1111 I י Vielleicht nicht * Keine lahrzed ohne• Kadilrh. Kadifch 11t knn Gebe! in landläufigem .Sinne. Noch weniger ״Totenmeffe". Suhl »11*• geringste Spur davon Dafür aber erhabene Kundgebung untl zur Tat weckender Aulrut an die Gemeinde. leder gröbere Ahlchnilt unterer Gebete frhliebt mit ihm. Es zieht die Folgerung aus »len im (lebet gewonnenen Erkenntniffen und in ihm gereiften Vorsätzen Denn in ihm!pricht der Vorbeter die (tarke Zuverlieht aus, dah einst Gottes Name ״in (einer Grobe und Heiligkeit in der VWlt erkannt lein werde, die er nach feinem Wohlgelallen erfchallen hat" das aber heilst, dah alle von Gott gewollten Ziele in der aus Gottes treiem Willen hervorgegangenen .Schöpfungswelt ihre Verwirklichung finden werden, die Anerkennung des Gotteswillens unil der Gottesherrlchaft über jeden *Zweitel lt< her geltellt lei. Für die'־•* Ziel aber hat jede Menfchenkraft lieh ein/ulet/en . es zu bete hl nigen und loweit es an ihr liegt ״Guttes Namen zu legnen", wendet lieh der Autrut des Vorbeters an »he Gemeinde. Seinem Aufruf begegnet (ie mit Amen. Das Kadilrh im Munde der Hinterbliebenen geftaltet (ich zu einer Wohltat für den Verdorbenen. Denn nur, wer dem Gotteswillen aut Erden gedient, hat gelebt, hat den Bedingungen des I ehens entlprochen Und mag er auch in l.eichtlinn und Schwäche gelehlt haben, »las von ihm erlfrebte und verwirklichte Gute lieber! seinen! leben vor Gottes Auge unverlierbare Bedeutung. Dies umler-mehr, wenn es dun gelungen 11t, andere für die Gottesziele zu erwärmen und zu ertüchtigen, oder wenn Nachlebende in Ermnerung an ihn zur Ertüllung »ler göttlichen Lebensaufgabe lieh erheben und lomit in ihrem Streben lein Leben noch fortwirkt, lelhlt wenn es langlt »lern irdilchen Schauplatz entrückt ist. In dielem Sinne kann Kailibh auch Sühne erwirken Nachlebende wollen erletzen, was der Verdorbene unterlassen hat; sein Leben war demnach »loch nicht vergebens, »la es Veranlalfung zu gottgewollter l.ebensertullung gab Das verleiht dem Kadilrh leinen ergreifenden Inhalt wenn es auch von Ifammelndem Kindermund gelprochen wirtl Wenn ilie Erzieher »lieles Kindes es vor die Gemein»!*• treten un»l »11*• Gemeimie »lurch es autrufen lallen, »len Willen Gottes immer mehr zu legnen, damit Gottes Keuh bnlti zur Wahrheit werde, so liegt darin heiliges Gelöbnis, diefes Kind

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