Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 7 (1920)
- Issue
- 9/10 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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ו22 ״Wie fegnet der Galt den Hausherrn? F.r (prirht: F.s möge Gottes Wille fein, dah der Hausherr nirhl befchämt werde in dieler Welt und nicht zu erröten brauche in der künftigen Welt. Rabbi fügte noch folgendes hinzu: Fr möge Glück haben in all feinen Gefchäften ufw. Es möge ihm und uns hierbei hefchieden lein, dah niemals der Gedanke irgend einer Sünde uns vom rechten ^’ege ablenke." ד Auffallend ift's, dah diefer Segensfpruch, der auch vom "•ע א ־ ־• ־ א in feiner talmudifchen Form eitiert wird, in unteren Gebetbüchern in veränderter Form erfcheint. (Vsjl. : -ד*טנ daf.: 2 '-Niv־ ד דד־ ׳ y 2 ־ 2 ״ד ־ ״י ״ד־ **ד־ א׳,* דיד.י2 ג*־־ ־2־2־ ־ s ־c22) R. H ו Jahrzeit. Unter allen Institutionen, die das iüddehe rtluhtleben für seine Hekenner «elchaffen hat, ist (ie auch dem völlig Entfremdelen noch teuer und heilig. leihst wenn er alles ahgestreift haben sollte, was ihn einst mit seinem Judentum verknüpft hat. Solange die Erinnerung an teure Verstorbene ihm heilig blPfbt, wird er die lahrzeit in wehmütigem Gedenken begehen. Und doch ist es nur ein Irügerifcher Schein. Hei näherem Zufehen t^|t auch *liefe In- Ititution das Srhickful aller ihrer Schwestern, die, whs wir uns hereits wiederholt lagen muhten, nur im Zufammenhang mit dem ganzen jtidifchen l.ehen begriffen werden können, in ihrer Reinheit und unverfälfehten Urfprünglichkeit lieh nur erhalten, wenn lie nicht dem Hoden entzogen werden, dem fie ihre F.ntftehung und Herechtigung verdanken. Wo lieh ihrer jedoch Halbheit oder, was dasselbe ift, Gedankenlofigkeit bemächtigt, ift ihr Wefen völliger Verkennung ausgefetzt und vertällt ihre Pflege nicht feiten dem Fluch erbärmlicher Lächerlichkeit.