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Jüdische Monatshefte · 1920-01-01 · 7/8 (1920) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
7 (1920)
Issue
7/8 (1920)
Date
1920-01-01
Page
[Seite] (sequence 39)
Language
German
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'<rh,1U<11׳nss1 aus ■I rHi1>i>>v־n l.rln ti 111 _•>«'( Hi ilim r jiui. <!rmcmilt. 1H.I Judentums meine Lebensarbeit gewidmet und wär nicht im Stande, diefe Grenze fo ohne weiteres zu beftimmen. Verbünden Sie etwas vom Judentume, (o würden Sie fich hüten, in dem vor• liegenden Falle von leeren Formen zu reden, londern erkennen, dab erlt durch die Vornahme des Tauchbades nach Mabgabe der Religionsvorfchriften der eigentliche und welentliche Inhalt der jüd. Religion zum klaren, unzweideutigen Ausdrucke gelangt. Indem jedoch liberale Rabbiner über diefe Religionsvorfchriben fich hin* wegfetzen, machen fie das auch von ihnen geforderte Tauchbad bei Profelyten allerdings zu einer leeren gehaltlofen Hülfe, die jedes Inhaltes ermangelt und würdigen es folcher Art herab. Mich Ihnen gegenüber auf die Darlegung aller Einzelheiten ein• zulaffen, muh ich ablehnen. Denn foviel weih ich aus der täglichen Erfahrung, dab, wer diefe Vorfchriften einmal in gläubiger Hingebung nicht anerkennt, fie auch dann nicht beobachtet, wenn man ihm gegenüber noch fo viele der durchfchlagendften ,Gründe ins Treben führt.״ Die Mutter legte (ich hierauf ins Mittel und fuchte auf den Sohn einzuwirken, dab er den Widerband aufgebe. Dieter jedoch lieb fich durch nichts von feiner hartnäckigen Weigerung abbringen, indem er bemerkte: ״Du wirft ihr doch nicht etwa zumuten wollen, diefe fchreckliche Prozedur mit dem Tauchbade noch einmal über fich ergehen zu laben!״ ״Wie Sie hier von einer fchrecklichen Prozedur fprechen können", verletzte ich, ״das verftehe ich nun ganz und gar nicht. Ihre Dräut foll doch eine jüdifche Ehefrau w׳erden. Dab eine folrhe ein Tauchbad jeden Monat nehmen mub, wird ihr doch nicht unbekannt fein. Das mub ihr auch der liberale Rabbiner, bei dem der Übertritt erfolgt ift, eingefchärtt haben, zumal er doch ganz genau wubte, dab der Übertritt überhaupt nur zum Zwecke einer Heirat erfolgt ift." ״Sie werden doch wohl nicht glauben", verletzte der junge Bräutigam, ״dab Herr Doktor X meine Braut mit derartige^ veralteten Sachen befabt hat." - ״Womit hat er lie denn eigentlich befabt verletzte ich. ״Als ich vom Tauchbade fprach, hielten Sie das für eine leere

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