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Jüdische Monatshefte · 1920-01-01 · 5/6 (1920) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
7 (1920)
Issue
5/6 (1920)
Date
1920-01-01
Page
[Seite] (sequence 48)
Language
German
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tll St 11,111! nriw .hi■•!1. 1 rln>1.•»׳■n l.rlirn in •l«*r IWlin׳ r jürl. < •i nirinilc־. hause, habe dann von 12-1 womöglich wieder Stunde, fo mühte ich um 11 Uhr wieder von Haufe fort und käme dann um 2 nach Haufe. Auf zwei Stunden Unterricht kämen alsdann 4 Stunden Schulweg! beiläufig fei noch zur weiteren Beleuchtung der Sachlage bemerkt, dah ich den Unterricht gegen ein Stundenhonorar erteilte, das heutigen Tages jeder Laufburfche mit Entrüstung zurückgewiesen hätte, falls er ihm angeboten würde. Dazu kommen noch die Schulwege gratis! Ein Trost ward mir jedoch, wenn ich daran dachte, dah dafür die Kuppeln der Orgel- Synagoge dieler Gemeinde in Goldverzierung hoch in die Lüfte emporragen! Der Direktor meinte im weiteren Verlaufe des Ge- (prächs, man könnte es den ״israelitischen" Schülern wenn ein Direktor urplötzlich das Attribut ״jüdifch" durch israelitich erfetzt, so hat das immer Ichon feine behindere Bedeutung - an den freien Nachmittagen gar noch besondere Schulwege des Religions- Unterrichts wegen zu machen! Ich erwiderte, mir wäre bisher von Seiten der beteiligten Eltern nach der Richtung hin keine Klage bekannt worden. Sollte dies dennoch der Fall sein, so möge er mir doch die betreffenden Eltern nennen. Es unterliegt bei mir keinerlei Zweifel, dah, wenn ich mich an (ie wenden werde, um ihnen die Dinge, wie lie nun einmal liegen, auseinanderzufetzen, fie fich einer besseren Einficht nicht verchliehen und lieh mit der bisherigen Handhabung beruhigen werdenTT^ä'T meinte der Direktor, ״von den Eltern wurde auch keine Klage geäuherl." ״Ach so", versetzte ich, wer denn sonst. Wer denn sonst ist berechtigt, über soldie Dinge lieh befdiwert zu fühlen", wenn nicht die Eltern meiner Schüler י Als nun der Direktor mir geheimnisvolle Hinweise auf die Namen einiger jüdifcher Stadtverordneter machte, so ging mir plötzlich ein Licht auf, in dessen Schein mir wiederum ein geheimnisvoller Zusammenhang bisher verborgener Dinge klar ward. Wem die folgenden Schattenrisse wegen der Ungeheuerlichkeit dessen, was lie berichten, als Rätsel erlcheinen füllten, in der eben geschilderten Szene findet er den notwendigen Kommentar dafür. ,v. Hern htigung! In voriger Nummer Seite־ öv> dritte Zeile von oben statt ״nicht competenten* muh es richtig Leihen: ״nicht bestechlichen".

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