Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 7 (1920)
- Issue
- 5/6 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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Was 11111 ׳• r.inklcirtc r lrs. bm.1 111 r uns׳׳rc• 1m UJ.S Erw« rt>sl<׳ln n si. himl«• J11|>«:ncl ־ geringfte Tribut, den fie d. h. die für ihre Ertüchtigung verantwörtlichen Erzieher der gewaltigen Aufgabe, die das־ jüdifche Leben fordert, zu teilten haben. Wer diefe Gelegenheit nicht ergreift, vorenthäll feinen Kindern vielleicht die bedeutendffe Stütze, die ihnen in den jahren geiftiger und fittlicher Entwicklung Hai) und Kräftigung verleihen kann. Eltern befitzen niemals die liebere Gewähr, dab ihre Kinder einst die von Gott ihnen gewiesenen־Wege einfchlogen werden, für die fie fie geboren und erzogen haben. Aber Eltern sollen fich nicht einst den Vorwurf *narhen müssen, dab lie etwas unterlassen haben, was ihre Kinder im Kampf mit den mannigfachen Gefahren, die ihnen gerade in den entfeheidenden lahren der Ertüchtigung für ihren göttlichen jüdifchen Beruf begegnen, hätte stärken können. Die Jefchiwa fchafft ein Milieu, in dem der Geist der göttlidien Wissenfchuft lebendig wirksam ist. In diesem Milieu muh unsere Jugend einmal geweilt haben, um den Gefahren, die ihnen in den kommenden Jahren drohen, erfolgreich zu begegnen. Denn Selbstbefinnung ist das wirksamste Mittel gegen alle Feinde einer gesunden jüdifchen Entwicklung. Wenn in unserer Jugend das Bewubtsein lebendig vorhanden ist, was lie sich als Glied einer groben, von Gott gewollten Gcmeinlchalt fehltIdet, dann wird dieses Bewubtsein dazu beitragen, lie in der Stunde heiben Kampfes vor fchwächlicher Fahnenflucht zu bewahren. Wenn das einzige Mittel gegen Verflachung und Versumpfung, der vor allem unsere im Erwerbsleben stehende lugend ausgesetzt ist, der dauernde Zusammenhang mit der göttlichen Wissenschaft ist, so gilt es, unserer lugend die Liebe zur jüdifchen Wissenfchatt einzuflöhen und ihr die Überzeugung ahzunotigen dab eine immer gröbere und tiefere Erkenntnis des ludentums und der Forderungen des jüdifchen Lebens aus den lebendigen G'uellen des göttliehen Willens die allererste Pflic ht eines leden bewuhten Juden sei. Solange unsere Jugend nur eine verhältnismühig kurze Zeit die Jefchiwa besucht, kann deren Aufgabe nicht dann bestehen.