Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 7 (1920)
- Issue
- 5/6 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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צ12 H**1tr.11*e 711r Frlclftrung der Cirhctr. (PI. 87, 2): Gott liebt die Thore Zions mehr als alle Wohnftätten Jakauws, .—,“א־־נ ד יטע־־נ ־דצ־;'כ :־־*:■־ •■־.־ ד:־., ־דג־.׳ ד־־ fo fei damit gesugt: Gott iiebt die Thore, die durch das Gefetz gekennzeichnet lind, mehr als alle Synagogen und Lehrhäufer (Berach. 8)• - Ift diefes Wort nicht eher dazu angetan, die Bedeutung des r herabzufetzen, und נא* erbat fich doch einen Ausfpruch, der von dem Wert des נ : zeugen follte? טע־• das Thor ift die Stätte, wo das öffentliche Leben fich abfpielt. -ע- צ־•:• erklären die Weifen טע־־נ ־דצ־־;־נ :־•*':•־•, als Thore, die durch die ־*:־ gekennzeichnet find : ein Leben, das fich innerhalb der durch das Gefetz gezogenen Schranken bewegt. Solche Thore nennt unter Vers Zions-Thore. ״ט:;•־. •עקב: find die Stätten, in denen Jakuuw heimifch war, der ־־•טג א־־^־נ er א'*ט; denkt doch die Pluralform :'1א־־, nach Anficht der Weifen, an und ־. ־ט־־־ט•:, in deren Räumen fich fein Leben abfpielte. צער• צדן• ftehen vor Gottes Auge höher da als :;ד*ט:: ־עי. Und nach Anficht von s־נ ־:־ ift damit alles getagt, was die Bedeutung von ,׳־, ־:::־: ausmacht. Mit den Worten ־.ענ־־ן א*. ־א־יק־נ עי* ־־־ ־•־ hatte Gott Israel in feinen Dientt berufen. ־^"‘. 'איי־ נGottesdienft ift der Begriff, der unferem Lehen fortan das Gepräge gibt. Gottesdienft fordert aber nicht ein paar W'eihestunden des Lebens, fondern unterordnet unler ganzes Leben in allen feinen Ercheinungen dem geftaltenden Willen Gottes. Kein Gedanke, keine Willensregung, kein Augenblick, in dem nicht der Gotteswille uns gegenwärtig fein muh und von uns verwirklicht werden *muh. Wenn daher das Gotteswort Molche das Prädikat ענ־ ־ »Gottes Diener" verleiht, so ift diefes Wort das herrlichfte Denkmal, das feinem Leben gesetzt werden konnte : fein Leben war ein unausgefetzter Gottesdienst. Wohl kennt auch der iüdifche Begriff eine —עב im engeren Sinne und verlieht darunter die in dem Gotteshaufe und dem Lehrhaufe verbrachten Stunden. Diefe bildet einen integrierenden Teil des im werktätigen Leben lieh vollziehenden Gottcsdienftes. Sie nährt die Quellen, aus denen uns Verständnis und Kraft für die Anforderungen fliehen, die im Gottesdienft des Lebens verwirklicht werden nuilfen. Dort werden die Keime gezeitigt, die im Leben als herrliche Frucht lief♦ entfalten muffen. Ihr Wert richtet fich