Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 7 (1920)
- Issue
- 5/6 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Misrachistische lusi hichlsklittrrung■ 10J 11 ml demselben Boden, achteten all(‘ eine und dieselbe Autorität, wurden alle um einem und demselben (•rumlsatz geleitet. Die in der Ansicht Kntgegengesetzteii wussten, dass sie beiderseits nach den ihnen gewordenen verschiedenen Traditionen gar nicht andern lehren konnten, lehren durften, sie achteten sich gegenseitig und konnten sich in Wahrheit gegenseitig als cאלו ואל1,* רב־, אלק־ם ־״ achten und anerkennen. Nur infolge!ler nach llillel und Sehaiumai immer vernichtender werdenden politischen Katastrophen und der dadurch geschmälerten (•eistesruhe und verringerten Hingebung der Schüler und Jünger an die Worte der Meister und Weisen. •צלא צל :ל צד::*"►’ ... waren diese Verschiedenheiten entstanden. Der eine glaubt die Lehre so empfanden zu liahen, der andere anders, der eine hat den Meister so aufgefasst. der andere glaubt ihn anders verstanden zu liahen....“ 1 lies. Sehr. a. a. (>. S. 403 f.> Die Trenuungsorthodoxie sieht Idos auf' die Idee, die Klallorthodoxie daneben auch aut' die Judenheit, wie sie nun einmal ist. Ist das wirklich so? Wir meinen, es verhalte sich gerade umgekehrt, tiemeiudeorthodoxie und Misruehi haben sieb 111 die Idee der Kinheit des Judentums derart verrannt, dass sie die Judenheit, wie sie nun einmal ist, völlig überschauen. Der Idee zuliebe verschliessen sie die Augen vor den Tatsachen des Lehens. Sie fassen den (iegensatz zwischen (,iesetzestreu«• und Abfall vom («(,setz als eine harmlose* Mcintingsve rschicduuheit aut, die die Kinheit des (iun/.cn nicht wesentlich berühre. Die Trenimngsortho- ■doxic dagegen glaubt dieser Idee nur dadurch gerecht zu werden, dass sie auch die Tatsachen des Lehens berücksichtigt und nicht einer 1 ■hnnärisc dien Judcntuinscinheil zu (•(■fallen aber die Dinge, wie sie wirklich liegen, sich selbst hinwegtäuscht. Sie bleibt darum auch gegen die (״•fahr uiisrailiistischcr (•eschichtsklittorung gefeit. Wie sie schon vor Tu |ahrcn du■ uii’iidlicjicn (״■fuhren einer historischen Betrachtung durchschaute, die vor keiner noch so krassen Lüge und (juellenliilsehung /iiriickscbreekle. wenn sie damit den /.iisamme iiliung aller I.rbäimlichkcitcii!ler jihlisclicu Abfallsbewegung mit. Israels grosser \ organgenheil anlrechti ihallen konnte, so ist sie auch h ■ute noch der Meinung, dass mau ui Sachen Wuhrheitsverkoppoluug ,nur einen Hundpunkt cinnehinen kann, den gleichen, den auch H'humuiai und llillel und all die (!rossen der jüdischen Lehr«• um! ■ler jüdischen Wahrheit gegenüber der