Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 7 (1920)
- Issue
- 1/2 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Von der Frankfurter Jeschiwah. 15 sei, ist auch die entgegengesetzte Ansicht, »lall «11•* (!csinnung, das Denken, das innere l'ürwahrhnlten eine persönlieh(* Angelegenheit des Individuum" sei. Wessen inneres Lehen den Normen der .תורד, die ja an unzähligen Stellen an die (Jesinnung jedes einzelnen Volksliedes appelliert, nicht konform ist, der ist genau so ein אשיקודש. wie einer der sich über eine Kin/elheit des ..Rituals•‘ hinwegset/t. Ist aber der Rabbiner berufen, das Religionsgesetz auch dem («esinnungsleben seiner (»emeindcmitglicdet gegenüber zu unverbrüchlicher (>cllung zu bringen, ist cs also nötig, die einzelnen Komponenten, aus welchen der jeweilige Zeitgeist zusammengesetzt ist, zu erkennen, zu verstehen und analysierend zu beantworten — welch' unendliche Perspektive eröffnet sich schon da für das erforderliche AusmaLi der mannigfachen Bildungsstolfe, die der Rabbiner in sich ver* arbeitet haben muH. will er ein .דודי. דויאד des Lebens sein. Hinter diesen weitgesteckten (»renzen lauert aber die (iefahr eines maHlosen Dilettantismus. In keinem Herule ist Halbwissen "0 abstehend wie in dem des Rabbiner". Denn hier grenzt es an Blasphemie. Die Jeschiwah möchte dieser (iefahr mit aller Kraft begegnen, indem sie dem Thora- Studium in der Ausbildung des Rabbiner" die ihm gebührende zentrale Stellung zuweist: Der Rabbiner soll nicht nur nebenbei, vielmehr vor allem und mehr als all«־" andere ein .נן תורד sein. Ihre Aufgabe ist es nicht, wie die keiner ־:־r׳, c'Svg und אידם: systematisch aufzuzüchten. Allein es muH die Möglichkeit gegeben sein, dali der eine (»der ander(* Rabbinat"kanditat zu einem 1?,ד: und אץ: sich allmählieh entwickele. Das Problem, im Rahmen eines die verschiedensten (lebiele umfassenden Lehrprogramme" wenig- "tens diese Möglichkeit zu garantieren. i"t bi" zur Stund(‘ noch nicht gelö"t. Hei den gegenwärtigen Verhällni""en kann darum nur eine lalmudi"( he l'achschule, wie es die Jeschiwah i"t. der einzig zuverlässige (1'arant dieser Möglichkeil sein. Kin guter Redner, ein gl.'in/ender Schrift"t(*ll«*r. ein lief grundiger PhiloMiph alle Achtung' Allein dieser gute Redner, dieser glänzende Schriftsteller. die"Ct tiefgründige