Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 6 (1919)
- Issue
- 11/12 (1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 79% known words query
- IRI
…/4900572-5964865-5964970--2309-4902814- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
LfH'J S h.ittchrissc iius!1. religiös■ n Lehen in der Mcrliner jü<l. (hmnnde. Fassungskraft Ihres Sohn«•', ■r«־n:» 11 in der cnt;:e(;en׳:enct7.ten Hiebtune'.׳ Alis Ihren Worten entnahm irli eine so j׳ar tiefe (Jerin;.׳- .schätzmi(׳ aller Zeremonien. Ich lasse es zr11t:icl1f*t einmal dahin-;;estcllt, <11! <ler I.«■lirin 11:11t <!<•> .1 mli titunis auf dien!׳ Weine wirklich zutretl’cnd p-kennzeichnet int. Was Sie indes mit Ihrem Sohne aus Anlass seiner..נ־ דע־ד Vorhalten, •las läuft doeli in der Tat ausseldiesslieli a 111 eine /ereiinmie und /war auf eine tliireliaus leere und gehaltlose hinaus.“ .Alter, Herr l><1kt<1r." versetzte mein llesueh etwas verleben, ״die Ki11seenun׳.׳sfeier״ werden doeli liier in Merlin allgemein so alipdialten. Sie werden doeli nicht von uns wrlanjren,!lass wir -mH—nemm Finne htuuecn «len Anlaut; iiiailicn. so laufie ״sich die hisherifjcn imeli (׳an/ •rut Itewäliren.״. .Hass die Din^e liier in Merlin iin allgemeinen so (׳(•handhabt werden,־‘ \ersetzte ich. ״war mir nicht imliekannt. Daher aueli die Vorsicht, mit welcher ich von Anfang an zu!!!•־ein Hecchren Stellung 11,'ihm. Olt sie alter sieh in tler Tat so ״■nt Itewiihren, möchte ich sehr bezweifeln, \<>11 meinem Stau!' ׳ aus •renehen, (׳an/. 1111 (•••(.׳enteil mit aller I .ntschiedenheit verneinen. Ich aber halte v<>11 der Sache, um die es sieh hier handelt, folf׳eude Auffasniiii(!: Fine נ־ דע־ר bedeutet fiir mich einen entscheidenden, \ ielleieht überhaupt den entscheidendsten Wende|1unkt im Lehen; denn er be/.eit•linet <l1e tirenzmarke, an welcher der r׳׳her(׳a11}׳ vom Kindesin das ,liiu(.׳lin‘׳sultcr statttimlet. Hier vollzieht sieh — von vielen vielleicht nicht (׳ealint. was alter an der lledeiitun^ der Tatsache nichts ändert im Menschen eine Krisis von einer derarfje einschneidenden Kedcutun;r, wie sie im Lehen sonst nicht Wiederkehr!, so!lass sie ruhi 1r.dein Momente •l*-r Dclmrt an die Seite (׳••stellt werden darl. Nur mit!lern ein/i^en, aber p-wulticcu Lntcrsehiede, •lass diese Krisis hier unter dem erwachten Mew׳ii.sstsidn ertolet, dort aber unter dem Schleier des l'nhewusstseins M!r sieh echt Von dieser K ' 's 1;etra(׳cn. verlangt unsere Helijrioii. dass eine solche K1־ii.•־ in tler Seele des erwachten .Iu11(.׳hn^s ihn nicht iiuM.rbereiiet trelTe. Ii1ehti<׳) ׳eselicn. biblet die (׳i'sauiii• Ki/iehun^ im Kiiules.alter 1111 Sinne des Judentums nur eine aut den einen t• ••'ichtspuukl einf.estellte \ nrkchriiuc. den D-A 8314