Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 6 (1919)
- Issue
- 7/8 (1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 46)
- Language
- German
- Belongs to
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1'Hf Das Jeschibah-I'roblem in Ungarn. übor Nacht t rl« rnon konnte, sind in die Hände von Nichtjuden geraten. Der typische jüdische I >0rf\virttd1äuser verschwindet nach und nach trän/.. Das commerzielle Leben, das bis vor trau/ kurzer Zeit bei uns sieb in trän/ primitiven Formen bewerte, stellt heute selion viel b״her•• Anspriielie an den Kaulmann, Und es ist ja unverkennbar, dass eine Wandlung sieh vollzogen hat." Mit kuren Worten; Der [.'instand, dass die tür die zukünftige Klinten/, ihrer Kinder fürsorgenden Kltern in dem ,־!:*r'-Besuche ihrer Sohne keim• Vorbereitung für einen praktischen Lobeusheriif ihrer Sühne erblieken, ist der erste hauptsächliche firund, dass die grosse Masse ihre. Söhne dem ,־:־־•^'-Besuche entzieht. Und selbst unter den frömmeren Klemmten sind die Zustände in dieser Beziebung sc hon änsserst bedenklich gewordeu, wie jeder Kingcweihte weiss. Von denjenigen, die liur eine materiell und gesellschaftlich glänzende Kaufbahn, wie z. B. die eines Aiztes. Advokaten, Staatsbeamten, als einzig würdigen Kebensberuf ihrer Kinder betraehteu, obwohl sie ganz gut wissen, dass eine derartige* Kaufbahn hier in Ungarn leider nur in den allerseltensten Fällen mit einer echtjüdischen Lebensweise vereinigt wird, die also im vorhinein um eine echtjüdische Zukunft ihrer Kinder nicht besorgt sind, die der Fluch *לא;*ן *״‘א נ:ר לל נעם*, kalt bis ans Herz lässt, die aber dabei noch den Anspiueh erheben, für ihre eigene Person als Volljuden, als Orthodoxe par cxeellenee, ja sogar noch als *צ,*רב מרבנן anerkannt zu werden, als wäre es mit den Lebensmaximen eiues Volljiiden vereinbar, die Zukunft der eigenen Nachkommen dem religiösen Nihilismus preiszugehen. von solchen Kltern wollen wir überhaupt schweigen. Aber es giebt auch zahllose jüdisch-gesinnte Kltern. darunter auch viele, die selber in ihrer Jugendzeit eine ■*:T* besuchten, die mit ihren Kindern nicht so hoch hinaus wollen, die sieh mit einem ganz bescheidenen bürgerliehen Beruf ihrer Kinder zulriedcn geben möc hten, die aber — da sie nicht einmal die Vorbereitung ihrer Söhne für den bescheidensten bürgerlichen Beruf im .leschibahbcsuche erblieken können, — nicht den Opfermut haben, dennoch ihre Söhne die צ*כלת*' besuc hen zu lassen, sondern dieselben schon frühzeitig in einem (leschäfte oder be i einem *Handwerker unterbringen, wo es leider gar häutig