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Jüdische Monatshefte · 1919-01-01 · 7/8 (1919) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
6 (1919)
Issue
7/8 (1919)
Date
1919-01-01
Page
[Seite] (sequence 42)
Language
German
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1H1 Keliginnslnsc Ethik '!׳ dekretirt, die Heiner Natur zuwider wären. Schon die Tatsache, dass er unser aller Schöpfer "ist und dass er 1111s alle gleiehmässig erschaffen hat, führt die Verpflichtung licrhei, uns ebenbürtige Wesen zu achten und zu liehen, du (>«>tt unser aller Vater ist, sind wir!a Brüder, aber auch nur dann sind wir Brüder. Aus dieser Krkenntnis tliesst die l’llieht, alle Handlungen zu unterlassen, die ein Zusammenleben mit uns ebenbürtigen Wesen zur l’nmügliehkeit machen würden, l ud nur er, deren dh>s und zeitlos ist, kann uns sittliche Ziele setzen, er allein kann uns sagen, was wir zu tun hahcu, um diese Zwecke zu fordern, l'ud warum es unsittlich sein soll, uns iiher die Sittlichkeit von dem helehren zu lassen, der allein uns und unser Wesen, der allein die Welt und »lie Zwecke kennt, fijr die er die Welt erschaffen und der daher nur allein wissen kann, in welcher Weise diese Weltzwecke gefördert werden, wird jedem unerfindlich Ideihen, der sich nicht aus purem Trotz jeder religiös begründeten Moral vcrsehliesseii will. — — — — Dem entschiedensten Wortführer der autonomen Mm ul, Kd. v. Hart mann, ist übrigens auch das Malheur passiert, (lass seine Sittcnlehrc in ihren Konse1|Ueuze11 auch heteroiiom ist. Nach 11:111mann ist die Krlüsung Gottes, was für ihn das unbewusste Alleins ׳bedeutet, der höchste Weltzweck. Wir alle sind mit dem unbewussten Alleinen wesensgemein. Abgesehen nun davon, dass Wesetiseinheit zwischen dem notwendigen, unendlichen göttlichen Sein und dem bedingten endlichen menschlichen Sein unmöglich ist, rauht ihr diese Wesensgemeinsrhalt jede Verpliiehtung und Verantwortung. Denn wer sich wesenseins weiss mit dem (iöttliehen, ist sich selbst Zweck und Gesetz, und überdies nur eine Krsrheiniing der göttlichen Wesenheit, die unmittelbare Trägerin und I rhehei iu uiler seiner Handlungen, der Rillen w ie der schlechten, ist. Gegen einen tiott, der ich seihst hin, kann ich keine \ erpffichtung haben — und doch ist nach llartiuanii die Krlösung dieses Gottes von seinem Leide durch die Menschen höchster Zweck, und wollte ich gleichwohl eine solche Verpflichtung anerkennen, so wäre ich an einen fremden Willen ge 111111 den. was nach Hart mann die So I bst ä n d igk c i t des Sittlichen

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