Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 6 (1919)
- Issue
- 5/6 (1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 39)
- Language
- German
- Belongs to
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('brr den StirnI des religiösen Lebens in der Berliner jild. ('•cmrinde. 1.V> als Lt*ben>dithrer :1t1/11e1hcnnen. Wahrheit \1*r1li1M1t Wahrheit. Fnd da* nielir denn je in einer Zeit, da l'ro|d1ctenwo1t Je». '22 in linlte» Namen!mtruf't .,/um Weinen und zur Klage. 71111־ llaaran». raufen und zur Snckunigiüntng‘‘ — und die breite, gcdankciilobc Masse grässlichem l'aumelwahn .sieh ergicbt. ,Wunu(־ und Freude herrschet da. man tütet Kinder und schlachtet Schate, isst Fleiaeh und trinkt Wein: Lasset uns essen und Trinken, denn Morgen sterben wir doch!“ — J. Kr. Über den Stand des religiösen Lebens in der Berliner jüdischen Gemeinde. Von Rabbiner Dr. Daniel Kink. SchluÜ >. I’nler der verflossenen zaristischen Regierung wurde den Rabbinern in Polen eine Arl Kulturexamen auferlegt und unter anderem auch verboten, einem Srhorliet die Auto• lisation für sein Amt abzuerkennen, das sogenannte ״assern“ der Srhechita. Im Verlaufe einer derartigen Prüfung richtete der Vorsitzende, ein hoher russ. Regierungsbeamter, an einen Kandidaten die Frage: Was werden Sie tun, wenn Ihr Seh.'tehter in seinem Amte schwerer MiUbräuche stell schuldig macht'׳ — Da war allerdings guter Rat teuer! Der Rabbiner jedoch erklärte ohne mit der Wimper zu zucken, ganz trocken, dann werde ich einfach aufhbren. von dessen Seliechita zu essen, l’iul was dann, luhr der Kxaminalor fort'׳ Nun, sehr einfach, meinte der Rabbiner, dann wird die Gemeinde dasselbe tun und ebenfalls von dessen Srhechita nicht essen, und der Zwischenfall ist ohne Storung erledigt. Wie aber, meinte der Kxaminalor, wenn «he (Jemeinde ioituthre. die Scheeliita des betreffenden Schnellet» dennoch weite! zu Ire-