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Jüdische Monatshefte · 1919-01-01 · 3/4 (1919) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
6 (1919)
Issue
3/4 (1919)
Date
1919-01-01
Page
[Seite] (sequence 45)
Language
German
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Das Jeschi bah-Problem in l'ngurn. y.t Der in Arad_w’irkendp Clmrin fand es, dass die Thora Israel* daran Schuld war. dass im Mittelalter jüdisch•׳* Wut wie Wasser verrussen wurde, — demzufolge wiire es nach Clmrin unsere Pflicht, die Thora — auf/.uhehen und ihr Joch von uns abz.uschiitteln." Diese Charakteristik wollen wir noch mit den eigenen Hekenntnissen David Fricdländers ergänzen, worin er ein trauriges Hild von seinen Zeitgenossen entwirft: ״Ja, in der jetzigen Zeit hohen sich unter unseren Hrüdern , gar sehr vermehrt diejenigen gemeinen (Eigenschaften, die unsere Väter nicht kannten. Das Resultat der neuen Kultur ist : Verleugnung unserer Religion, die Jagd nach iihertliissigen (ieniissen וווו• I masslnse Verschwendung*- sucht; all dies haben wir der neuen Kultur 7.11 danken, die tütliehe* (iift für uns geworden. Diese (JiftpHanze hat bereits tiefe Wurzeln inmitten unsere* Volkes geschlagen, besonders in den grossen Städten, und sie enthält eine grosse (Jeluhr tiir unser Volk, denn die edlen l’.igenschaften. mit denen Israel sieh bisher rühmte, nämlich: die Frömmigkeit des-I.ebenswandeis und die Keus' hheit. sind im Schwinden begriffen" Zitirt im —ד S. 7i( . Wir besitzen aber auch das historische Zeugnis Ren l’siels in den neunzehn Briefen, der jenen Vcrtällzciten ganz nabe gestanden war und im 1*. Brief die ihm unmittelbar vorangegangene (ieneration mit folgenden Worten zeichnet: ״Denn ein (Seist drang ein von Westen, der über alles Heilige luchte, und sich (reute, so es im lächerlichen Scheine dargestellt werden konnte; und damit zugleich drang ein Streben 1:1 ׳•h Sinnesgenuss mit ein, welches siel( freute, dass es so wohlfeil von den lästigen Schranken sich befreien konnte". Ks ist selbstverständlich, dass bei einer derartigen l’mwcrlting aller früheren Werte die ,טיבויי•• entvölkert wurden und eingehen mussten. Kennzeichnet doch Hirsch selber so treffend jene Zeit- Stimmung und Anschauungsweise, die hauptsächlich an dem Nieder• gange und der Autlösung der «•;•״•• schuld war: .l'iiscrc Kinder haben so viel und so \icles z.n lernen! Wir leiten nicht mehr in den engen (■hettospharen Frei bewegen wir uns. noch freier wer■ den sich unsere Kinder im Weltverkehr bewegen, und unendlich gesteigert sjnd die Anforderungen, die das l.cbeil an den geliil

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