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Jüdische Monatshefte · 1919-01-01 · 1/2 (1919) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
6 (1919)
Issue
1/2 (1919)
Date
1919-01-01
Page
[Seite] (sequence 23)
Language
German
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Religionslose Kthik _\l Seiner AulVassunf: freinäss sind nur diejenigen /.werke sittlicher Natur, welche sich mittelbar allgemeinen Zwecken iintcrnrduen : mithin sind es weder die Krhaltung und da» l.ustgcfuhl de« ein- /einen, noch da* Wohl vieler oder aller, da ״au.» lauter Nullen sich keine (JWisse hildeu lasst”, sondern ״ohjcktiru geistige Werte, die aus dem gemeinsamen tieistcshben der Menschheit hervorgehen. um dann wieder aut das Km/.ellebeii /.uriiek/.uwirkeu. nicht damit sie sieh hier in eine oh|ektiv wertlose Summe von Kinzelgliick verlieren. sondern damit aus der schöpferischen Kraft individuellen < ieistcslebens neue objektive Werte von noch reieherein Inhalte entstehen". Die streng sittlichen und allein er reichbaren Zwecke bestellen in geistigen Krzciignissen des inensehliehen (iemeinschaltsh bens und treten in der Staatenbibliing, Kunst, Wissensehalt und allgemeinen Kultur in die Krs.«}n*in11n״■. Daher deckt sich das sittliche Handeln mit der Mitarbeit am Kulturfort• schritte, oder mit der ״Hervorbringiing freisti•;er Schüpfungen“, au denen zwar das l'.inzclbewnsstsein teilniiumt. deren Zweckobjekt aber nicht der Kinzelnc selbst, sondern der allgemeine tieist der Menschheit ist. Da aber das eigentliche Wesen des Sittlichen ein• rastloses Streben ist. so kann eine einmal erreichte Kulturlnilie niemals als bleibender Zweck betrachtet werden; die gegenwärtige wird schon im ׳nächsten Augenblick aufhören sittliches Ziel zu sein. Mithin ist der letzte Zweck des sittlichen Streben.« ein 111 der Wirklichkeit niemals erreichbarer. Der nächste und ullujn /.u verwirklichende Zweck der Sittlichkeit ist die fortschreitende An nähcriing an das ethische Ideal. Das letzte Ziel ist unerreichbar. Der letzte Zweck des sittlichen llundclns verschwindet nach Wuudt ganz im Miauen Denn er ist sowohl in der Wirklichkeit iiuerreichbar ul« auch aller Nachlorschimg unzugänglich. ״Nur die Religion kann sich iintcrla'igen dieses I<I•׳aI als ein erreichbares vorztistellen"1) Ihm Ideal aber, das Ido« aut religiöser Täuschung lieruht. ist ohne allen Wert Ihr das s ttbchc Leben Man kann doch nicht heha11|1ten. das» di•■ eiu/cluen aulwärts«trebendeu Mögen eines nie zum Abschluss gelangenden •ewolhe.s bereits durch ihre W undt Klink M>l. II v 11•*.

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