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Jüdische Monatshefte · 1919-01-01 · 1/2 (1919) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
6 (1919)
Issue
1/2 (1919)
Date
1919-01-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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•גליד; t’nsor Verhältnis /um 5 zweck der Hola und die sittliche Höhe der einzelnen Staaten lätlt sich daran bemessen, wie weit sie dieser Frzeugung Schwierigkeiten in den Wen legt oder sie wohlwollend lordert. l’nd da hätten wir an die Adresse des Völkerbundes ein ernstes Wort zu sagen. eine grolle Forderung zu stellen. Soll wirklich die Welt künftig unter dem /eichen der Kr- Zeugung ethischer Hüter stehen, so bedarf es einer vollkommenen Umgestaltung des Slaatsbegrifls, einer Revision hin• sichtlich der Uompetenzen des Staates. Der Staat mülite zum mindest(‘!! es sich versauen, in die!,liege des religiösen (Jedankens einzugreifen. (Ks müliten also — um heut»• nur einine (•rundlinien zu zeigen, ausführlich(‘ Formulierung bleibt vorbehalten — zunächst zwei Voraussetzungen erfüllt werden. Krslens mülite freies Wort auf de! Kanzel gestattet werden, zweitens mülite der Freiheit der Fr/iehunn '־in viel größerer Spielraum gewährt werden, als bisher. An Stelle des Schulzwanns müljte Mildungszwang treten. Der Staat sollte wohl das Recht haben, von dem dreizehnjahrinen Menschen ein nevvisses Mall von Kenntnissen zu verlangen. aber es mülite den Kltern überlassen bleiben, wie und durch wen sie dieses Wissen ihren Kindein vermitteln lassen wollen). Hei absoluter Trennung von Kirche und Staat, müLlte der Staat den ethisehen (■edanken der Toleranz um eine Nuance steigern. Ks müliten Wege gefunden werden und where is a will, liiere is a way — um den < irundgedanken des Völkerbundes — einander verstehen wollen, einander föidein wollen — auf die einzelnen Individuen zu übertragen: so ginge Staatsin־ teressc und Religionspllege parallel! zu demselben Ziele. Nicht der Kapitalismus allein und nicht der Nationalismus allein sind Schuld<|uelle des Krieges, es sind nur Finzelerscheinungen, die als Helfershelfer in den Dienst jenes On!- nipotenzgedankens des Staates, welcher das Innenleben nicht genügend in Rechnung stellte oder es nur dann .würdigte, wenn oben oder verschleiert darin ein Hebel für den male• rielb n Aufschwung gefunden wurde. Als Subjekt und fbjekt dieses Innenlebens zugleich geht die (iola durch die Welt.

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