Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 5 (1918)
- Issue
- 10/11 (1918)
- Date
- 1918-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 49)
- Language
- German
- Belongs to
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325 I)nt Jcschibnb-I’roblcm ih Cngnm. wirklich wert, daß man keinen Vorschlag, der die Sanierung der hier vorhandenen IVbeMände hezweckt und die zur Blüte dieser heiligen Institution auch in der (»egenwart führenden Wege weisen will, a limine zurückweise, sondern sich ernstlich mit ihm befasse.und erst nach reiflichem AI»• wägen dazu Stellung nehme. Denn die Blüte der ישיבות bewirkt] auch die Blüte des Judentums» der Verfall der ישיבות zieht auch den Verfall des Judentums nach sich. Zunächst wollen wir ein paar historische Streiflichter auf die Vergangenheit der ישיבות werfen, weil wir erst aus der Bedeutung der ישיבות in der Vergangenheit einen Schlutl auf den Daseinszweck und die Aufgabe dieser Institution in der Gegenwart ziehen können. II. Rflekkliek auf di• EntitebuBgagegebiehtr der ישיבית. Da uns leider keine größere Bibliothek zur Verfügung steht, worin die etwa vorhandene einschlägige l.iteratur uns zugänglich wäre, so ist es uns unmöglich, wie es unser Wunsch wäre, die historische Genesis der JeMhiboth auf breitester Basis darzustellen. Wir müssen uns auf die Benulzung des nach unserem Dafürhalten äußeist lückenhaften Artikels über die. ישיבת in J. I). Eisensteins hebräischer Kn* cvklopädie ,אוצר יש־אי. Bd. V.. S. 233 u f.!)(‘schränken. Natürlich kann mit Benutzung dieser äußert spärlichen Daten bloß eine flüchtige Skizze von dem geschichtlichen Entstehungsprozess und Entwicklungsgang der ישיבת gegeben werden, keineswegs ab׳ r ein Bild, welches die ganze Bedeutung wiederspiegelt, welche die .־^^,-Institution unstreitig in der Geschichte Israels besaß. Unter der Bezeichnung ישיבת wird gewöhnlich ein Kehrhaus für bereits fortgeschrittenere Jünger der talmudischen Wissenschaft verstanden. Doch hat dieser Ausdruck im Talmud einen weit umfassenderen Sinn. Dort wird unter ישיבת jede Stätte zur Belehrung im Gotlesworte verstanden Daher lautet ein Ausspruch" des U. Uhama. Sohn des U. (’hanina: Schon in den Urzeiten unserer Stammväter waren Jeschibolh vor-