Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 5 (1918)
- Issue
- 10/11 (1918)
- Date
- 1918-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 47)
- Language
- German
- Belongs to
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I)at J<,schit»ah-l*r<1hW‘m in l'ngarn. 323 Das JeschibahProblem in Ungarn Von Rabbiner 1*11. Fischer in Saruspalak. Allgemeine Vorbemerkungen. Nur mit zagendem (!»*fühl«* ^1ו־ויי')ו**־ wir zur Feder, um über das in der ('beschrift ('(,nannte Thema /u schreiben. I’nter den bestehenden Verhältnissen ist es nämlich sehr heikel, Richtlinien zur endgültigen Lösung dieses hnchwich• tigen I’roblems vorzeichnen zu wollen. Kennt man doch 111 den weitesten Kreisen des ungarischen gesetzestreuen Judentums die grolle Bedeutung der ישיבות in der Vergangenheit und (iegenwart. Man fühlt es gar tief, wie die Jesehiboth es waren und teilweise es noch immer sind, woraus dem |ud(־atum seine besten Lebenssäfte Zuströmen. Und da möchte man nun an den überkommenen Körnten dieser Institution auch nicht das mindeste ändern, weil man von jeder, auch der kleinsten Änderung den Zusammensturz des ganzen (icbäudcs. oder — wovor man noch mehr zittert — eine Ersetzung des Altbewährten durch ein Neues!)(*fürchtet, welches der historischen Tendenz der מינות•• nicht ganz treu bleiben könnte, und infolge dessen geeignet wäre, anstatt des erwarteten Heiles Unheil aus/usäen. Und wenn man auch vor dem traurigen lImstande die Augen nicht zu schlie- Uen vermag, dal! gar vieles faul ist im Staate Dänemark, dall das uralte Uebäude der ישיבות voller Sprünge und Brüche ist, die der sachkundigsten Renovierung bedürfen, ja dall die Kundamente desselben erschüttert sind, se gleitet man lieber mit einem tiefen Seufzer darüber hinweg und überlälit die Zukunft dem Ungefähr. Ist \ doch so süll und vor allem so — he<|ucm. mit gläubigem Uemüte die Hände in den Scholl zu legen und all die aufsteigenden unbequemen 1• ragen zur Beantwortung der göttlichen Fürsorge zu über-