Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 5 (1918)
- Issue
- 10/11 (1918)
- Date
- 1918-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 45)
- Language
- German
- Belongs to
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Zwei Leuchten in Israel.;«21 ז und Temperament entscheiden kann, *lall dementsprechend das ganze Judentum eine Teigmasse ist. aus der jeder Rah- Inner das kneten kann, ihm beliebt und seinem ״persönlichen Interesse“ genehm ist. ,.Wir halten jeden Rabbiner, der da meint und danach handelt, dali im jüdischen Leben und ebenso im Wirken des jüdischen Seelsorgers der p, der nüchtere, strenge, unbeugsame דין das Mali aller Dinge sei, für einen weltfremden Ideologen und haben im Stillen, auch wenn wir's nicht immer sagen, einen ganz riesigen Respekt vor den (iroligemeinderabbinein in Merlin und Wien. Paris und London, weil uns der üullere (ilanz ihrer Stellung, die Hunderttausende (Jemeindemitglieder und — last not least — ihre grolien ’Kinnahmen imponieren. Wir haben uns längst abgewöhnt, die jüdischen Dinge, aber auch ausnahmslos alle jüdischen Dinge an *len ewigen MaLlsläben der תורד und יראה zu messen. Wir fragen immer nach dem praklisehen’Krfolg. nach der wirklichen Tat und sehen uns niemals nach der Legitimität der Prinzipien um, die *len Lrscheinungen zugrunde liegen. Daher dürfen wir uns auch nicht wundern, w׳enn eine konservative Wochenschrill den Tod zweier Männer, die nur der nivellierende Sprachgebrauch mit dem gemeinsamen Titel Rabbiner schmückte, als *las Krlösehen von zwei Leuchten in Israel beklagt - . R M.