Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 5 (1918)
- Issue
- 9 (1918)
- Date
- 1918-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/4900572-5964862-5964956--1913-4902427- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Di«• Namensänderung b«-i Kranken זי•!.• Nun besteht t‘r«*ili«״h t*m gewaltiger KnUTschi•••!, •>!> Ilull ״der Menschen cint‘1n Objekt Namen gehen. Wenn ein Mensch einem Objekte Namen erteilt. so geschieht es nach •len Kindriioken. •lie er von •lein (iegonstande erhält ״Nach •liesen Kiinlriieken nennt er •lie Wesen, in •liesem Namen spricht er •li«• liindrncke aus, •11•• seine v«m •len Dingen erhaltene Vorstellung liihlen, uml •lamit weist er ihnen ihr •laher ZU'• ihren Ort an. reiht sie in .«11** ent• s|1reehemle (•attiing. Art» Spe/.ies nsw. ein. All unser W1s*on \״n den Dingen ist nichts als eine solche Namengebung. Dieses Wissen ist alter nur subjektiv — das Wesen der Dingo an sieh schaut kein sterblicher Deist" (Com. (Sen. lf* Anders icdneli t‘1״t. der dem Wesen der Dingo aut •len (•rund schaut". Mau deute daher den Namen Sarah wie man will, auf alle Fälle spricht sieh in ihm der Charakter aus, der die (Jattin Ahrahams des au ihr in Krfitllung gehenden < «ottessegens würdig erscheinen liess. Sie hatte sieh den Namen Sarah verdient, Und deshalb konnte Coli sie /.ur Trägerin einer wclterlnscnden /.ukiiiitl weihen. In diesem Namen lag ihr Wesen, und damit die ganze sittliche Krrungensehaft ihres •einen l.ebens, die •;וויי xeranlassen konnte, auch ihr (•••schick in neue liuhncn zu lenken. Steht somit der Namen, •len <■«•tt Menschen erteilt (man denke nur an die anderen bedeutungsvollen Namensänderungen in dem I.oImmi der Stammväter: Ahrain in Abraham, .lakaiiw in lsracli, in tiefem /,usuiumenhaiig mit dein Wesen seines Hcsit/.ers und der hohen Itestiuimuiig. die er dadurch zu erfüllen befähigt erscheint so darf es uns nicht Wunder nehmen, •lass «In■ Weisen ans dieser Kiwägiiug heraus bei der Wahl des Namens, den wir einem Menschenkind•■ verleihen, ernsteste Sorgfalt aiieiupfehlen' ••:••־א r ק א־ש :•צד,־. *1ק-א ־־א״ ״,־••־. צד,* •דיwaren sieh wohl bew usst,!lass die ein•• Seile der mit der Namens erteilung verfolgten \bs1chl bei gewöhnlichen Sterblichen in Fort lall koniineii muss. Zumal bei incin eben erst geborenen Kinde wären Kltern nicht einmal inisiande, ihre s11h|0kti\cn l'.indriicke von dein Wesen ihres Kindes in dem Namen nieder/idegen F.rst Krwa< li'sene erwerben sich bei ihm l iugi-bung den Namen, den sie ilnifii aiil (;rund der Kindnieke gibt, die sie v• •11 ihrem Wo• Sic