Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 5 (1918)
- Issue
- 9 (1918)
- Date
- 1918-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/4900572-5964862-5964956--1912-4902426- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
«י׳׳<> I)1r Namensänderung bei einem Kranken. neu»• Naim• genannt wiril int es nicht beschlossen : er int ein anilcrrr. er ist cs nicht mehr. 41er mit «lern ernten Nameu genannt wurde, und wie nein Name geändert, so möge das Verhängnis sich ihm wandeln von Recht in Krhannen, von Tod m liehen, von Krankheit zu völliger Genesung —" l'nd heim» ergeht abermals das Geh» t der Gemeinde um Heilung den mit dem Tode Ringenden. .So manche mögen wohl in ihrer Herzeunnot dienern Brauch K»dge gehen, »len nie in ruhiger Stunde zum mindesten mit einigern Kopfnchiitteln!!uittieren würden. Oh ihnen nicht gar der Gedanke kommen will, dann me en hier nicht doch mit einer von abergläubischem Wahn cingcgchenen Sitte zu tun haben, die sieh trotz den ausdrücklichen göttlichen Verboten, wonach jeden ניחוש au•» Israels <icdaiikcnlchen verbannt nein münne (Lev. 19,26), eingebürgert halte? Audi der leiseste Hauch einen solchen Gedankens wäre erharmliche. sträfliche Versündigung gegen den heiligen, vom reinen Gottengenetz getragenen Geist der Führer unseres Volkes! Nun fügt en sich zudem, dann die Weisen im Talmud Jenischalmi Sabbat 6. 9) ihre Ansicht über שנוי דשם. über Namensänderung, gerade in einer Abhandlung über das Verbot von לא תנחשו erwähnen, für das sie die härtesten Worte timten, da nimmermehr ״Ahnung in .lakauw herrschen“ (Nu. 23,23) »iürte! — Damit aber haben sie. so viel an ihnen lag. ein für allemal Sorge getragen, dass dieser Rraucli selbst von oberflächlicher Anschauung nicht mehr in das Gebiet abergläubischer Handlungsweise verwiesen werden kann, ohne an den in diesem Zunammenbang ausgesprochenen jüdischen Wahrheiten kläglich zu scheitern. Doch wozu noch solche Weiterungen' Genügt denn nicht mehr ein eindringliches Gottesverhot, um die Wahrhaftigkeit jüdischer Hetrachtuug und die Gewissenhattigkeit jüdischer Gesinnung vor Selbsterniedrigung zu schützen? Wir haben übrigens nicht weit zu gehen, wenn wir uns das Verständnis liir.diesen alten, geheiligten Brauch erschliessen wollen. HegrümleTi ilih!loch die Weisen דל au der genannten Stelle mit Umhin k auf Gen. 171 15. wo Gott den Namen unserer Stammmutter Sarai in Sarah wandelt, um in Anschluss daran der l’nfrucht• baren .Muttersegen und!11»• stolzesten Verheissungen Zuzusicheru.