Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 5 (1918)
- Issue
- 7/8 (1918)
- Date
- 1918-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 54)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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tt - - . 4 234 Di«■ «••Vision des bayerischen Judcnedikls. grumllegendc n Glaub.•nsfnriiieln hleilt•■ 11 <11■ n israelit. Privatkirchengesellschaft anerkannt Niemals aber hat «liese ZilTer 4 die Möglichkeit einer religiösen Entwickelung anerkannt, die eine ^^rengutig dieses“ Rälinmii-r bcileutid. Es stände im Gegensatz zu den Absichten der M. E. von IHM. die unverkennbar feststellt n will, was im hayerisc•hen .ludentum ״auf den von der Staatsgewalt anerkannten Grundlagen“ rechtens sein soll, in ihre Ziffer 4 einen Sinn hineinziilesen, der eine religiöse Entwicklung, die so radikal verläuft, das» sie ein Austrittsgesetz erforderlich macht, als noch ,aut «len von der Staatsgewalt anerkannten Grundlagen" der israelit. Privatkirchengesellschaft stellend anerkennt. Wir stellen zusammenfassend fest: Aus Gründen der reitgiösen Wahrheit und Aufrichtigkeit wäre in Hävern ein Anstrittsgesetz für Juden nur dann möglich, we'nn Regierung und Judensehaft die Eher/.eugung hätten, dass von einer wirklichen Einheit des Judentums nicht mehr die Kede sein kann. An der Einheit des Judentums hält aher tatsächlich seihst die orthodox«■ Minorität in München 11 n«1 Nürnberg fest, die doch gewiss zur Anbahnung ihrer Seihständigkeit und l'nuhhängigkeit von «len llauptgemeimlen ein Ichhaftes Interesse daran haben müsste, diese Einheit preiszugeben, wenn eben nicht auch sie weit davon entfernt wäre, «lie Gegen nütze innerhalb des Jmientums im Sinne <l«-r von uns im 1. Ahschnitt als Trennungsorthodoxie bezeichnet••[! Anschauung zu hewerten Auch bei «len orthoiloxen Minoritäten in München und Nürnberg ist die von uns daseihst als G<‘m<׳i11deortbodoxie bezeichnet(■ Anschauung massgebcn«l, vvie s« hon ein flüchtiger Blick aut «lie oftizbdlen kunilgchungcn dieser kreise, aut ihre Verträge mit «len llaiiptgciminden. I>c11kschr1f1«׳n usw. lehrt. Dass auch das sogenannte liberale Judentum in Bayern an der Einheit des Judentums prinzipiell bsthnltcu will, bedarf für de.1 ki'uner seines Programms keines I «•weises. Stellt « s aber I st, •lass die g'samte J 11 •I*•11 s « h:111 Bayerns au «ler Einheit «li's .1 n •11■ n 1 ums 1 a i! wie vor nicht riitte In lassen t will, dann müsste sie. bevor '0■ an ih-n.''•aat mit «ler Forderung «•incs Ausirittsgesetzcs bcran't•11. ••1't ••in«• Voraussetzung erfüllen,