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Jüdische Monatshefte · 1918-01-01 · 5 (1918) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
5 (1918)
Issue
5 (1918)
Date
1918-01-01
Page
[Seite] (sequence 41)
Language
German
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157 --—■ -■ ..... ————Li Dir Orthodoxie am Scheidewege. machen, denn sie wissen, dass der Kampf *regen das Schlechte umso dringender geboten ist, je mehr die äusseren Umstände die erfolgreiche Ausbreitung des Schlechten zu begünstigen scheinen. Haben wir den Zionismus bekämpft, als er noch eine harmlose Kinderkrankheit war, so werden wir fürwahr in! Kampfe nicht erlahmen jetzt, wo er sich unschickt. eine Kpidemic zu werden. Fassen Sie bitte die Nationalisierung der Orthodoxie, wie sie auch in J. Breuers ,,Judenproblem* empfohlen wird, als eine Art Schutzpockenimpfung auf, die keinen anderen Zweck bat, als die leicht intizierbare .lugend gegen die zionistische Seuche immun zu machen. Ist aber das Urteil der Orthodoxie über den Zionismus auch im Weltkriege dasselbe geblieben, dann kann es auch nicht zweifelhaft sein, dass sie sich der zionistischen Organisation nach wie vor nicht anschliessen kann. Die Argumente, die Herr J. H. für den Anschluss der Orthodoxie an den Zionismus, vorbringt, verfangen nicht. Wenn es der Zionismus verstanden hat. sich bei den massgebenden _ " sehen Kreisen als Ocncralpächter des Judentums aufzuspielen, dann ist es eben Pflicht der Oribodoxie, diesen Kreisen nachzuweiseu, dass es eine zionistische (ieneralpacht über das Judentum nicht giebt, ja dass die Zionisten nnt ihrem religionslosen Judentum nicht das mindeste Hecht haben, für eine Menschengemeinschaft das "Wort ziflübrcn, die in ihrer überwiegenden Majorität auch in unsern Tagen nicht uufgehört hat, sich als (Jottesvolk, zu lülilen. Wenn der Zionismus mehr (leid hat als die Orthodoxie, so sind wir es ja von unseren Beziehungen zum Bcform)udent11m her gewöhnt, den Schwerpunkt des Juden tums nicht dort zu suchen, wo äusserer (ilanz und Prunk den flüchtigen Blick über den wurmstichigen Inhalt Innwegtäuscbt. Auch die grosse!! Betormsynagogeu sind iiiisserlicb imposanter als die bescheidenen Bethäuser, in welchen die Orthodoxie ihre An dacht zu verrichten pllegt, die an iiinerein (Schaltdas oft so hohle Wesen des rcl'orn1|udischcu t■ottesdienstes uni ein vielfaches iibertrifft. Ils mag schon sein, dass die zionistischen Schöpfungen in Palästina die orthodoxen äusscrlich יסוden Schatten stellen werden. Das soll und wird uns aber nicht hindern, auch hierauf den Kern und nicht aut die. Schale zu sehen Auch •I:tri 11 irrt 4

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