Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 5 (1918)
- Issue
- 5 (1918)
- Date
- 1918-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
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Worte der Aufklärung in der Krziehung 13.1 ganzen Kr/.iidiungsgesehiitt gedacht werden kann Wie aber da» Krziehungsgeschiift sich bei jedem Kind ander» gestaltet, 8״ wiril saneh da» aufklärende, belelirende Wort au» der jeweiligen Aufgabe, vor die sieb der Kr/.ielier gestellt sieht. seine llerec htigiing zu er bringen haben. Nieht ״aiifkläicii" wollen daher unsere Worte, sie iniiehfon sieb vielmehr einer jüdtsrheri Krarhungsnrbeit einfiigen, die die geistige und sittliehe Krtüelitigiuig des Kindes mit allen Mitteln erstrebt, die ihr aus güttlielien Lehonscpiellen tliessen, leji glaube daher dureliau» nicht. da8s es richtig wäre,, solc he Worte, wie ich sie gerne manchen Ktierer Kinder sagen möchte, in die Form längerer Kesprechungen oder gar feierlicher Krüflnun gen zu kleiden. Sic müssen sich vielmehr aus der ganzen l.ehens• atmos|1häre. in die eine jüdische Kr/ielmng jedes Kind von frühestem Alter an durch immer grössere Vertrautheit mit unserer göttlichen Lebcnsw issenschaft versetzt, von selber allmählich aufhauen. M ir wären! glücklich, wenn alle unsere Kinder in. einem solchen Milieu anfwiiehsen, wo solche Worte nicht erst in dem Zusammenhang ״moderner" A11lklärungsver*11< ho gesprochen zu wer den brauchten, wo sie sich als selbstverständliche Krgehnissc au» allen Krseheinungen des jüdischen l'lliehtlebens und der jüdischen Denkweise stillschweigend!׳rührigen. Ihr begreifet daher die Scheu, die es mir versagt, mich wie sonst unmittelbar an die .lugend zu wenden liier ist es nicht die .fugend, sondern es sind die einzelnen jugendlichen Menschen, an die mein Wort sieh richtet, deren ganze Krziehung aber in meiner Hand liegen müsste, wenn ich das Kocht haben soll, beurteilen zu können, ob sie mich brauchen oder nicht. Das aber ist mir kein Zweifel, dass es so manc he gibt, denen meine Worte den Lebensweg vielleicht doch erleichtern konnten. Zu ihnen, die mein Wort brauchen, es bereits erwarten, möchte ich sprechen « Seit deiner Iriihestcn .lugend ruht das heilige (iottesbuch in deinen Händen Deine Kltern, deine Lehrer haben es dir gereicht, damit du dein Leben aus Heim n Itlüttcru dir heiaus'zulesen vor