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Jüdische Monatshefte · 1918-01-01 · 1 (1918) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
5 (1918)
Issue
1 (1918)
Date
1918-01-01
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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I*ie Flüchten un<l die Rechte der jüdischen Freu. 1*» Die Pflichten und die Rechte der jüdischen Frau. Von Kaüüincr Dr A. Ncuwirtb (Mainz). Im ersten Kapitel unsrer Allhandlung haben wir nachzuwcixen gesucht, dass die Khe im alten Judentum nicht durch Kaut geschlossen wurde. Im zweiten Kapitel unsrer Abhandlung sprachen wir von der-Hehandlung der Frau im Kriege. Wir wiesen da uach, dass das Judentum tür die Frau eine feste Stellung in Zeiten unsicherer Verhältnisse sichert. Das Judentum als eine Keligion der l'fliebterfiillnng bewertet eiue jede Person naeh dem Maas ihrer PHicliten. Je grösser und je schwerer die religiösen PHichten, dio eine Person ausübt, umso höher erscheint dem Judentum^-die hctreffende Person. Wie cs diesbezüglich im Judentum mit der Frau bestellt ist, wollen wir im dritten Kapitel besprechen. Naeh jüdischer Bestimmung ist die Frau von vielen Vorschritten befreit. Als Regel gilt da גרסא נ*ים jenr .נרי מנות ע,*!־ סשורות. Jede religiöse Pflicht, die an eine Zeit gebunden ist, ist die Frau davon befreit (Kidd. 20a). In diesem Sinne ist ja auch die schon so oft von Juden und Nichtjuden angegriffene Bcnediktion unsrer Gehctordnung zu verstehen: "nvn *ע*»נ kSt" Gelobt sei der Ewige.der mich nicht als Frau geschaff«‘n. Weil der Mann viel mehr Pflichten als die Frau zu erfüllen hat, lobt er daüir seinen Schöpfer. (Dwse Auffassung der Stelle ergieht sich aus den! ganzen Zusammenhang, wo diese Benediktion im Talmud angeführt wird (vgl. Menach. 43b und Kidd. 35a). Aber gerade die Tatsache, dass die Frau im Judentum weniger Pflichten als 11er Mann auszuiihen braucht, wurde oft missveraUnden. Denn wo!'flüchten vorhanden, da sind auch Rechte. Tat- ,-ächlich bemerken wir, dass im Judentum die Frau in manchen Dipgen dem Manne nicht gleichgestellt ist. So sind der Frau

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