Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- 12 (1917)
- Date
- 1917-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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3.V1 Uhne Mehl keine Thora! isl so allg«־mein und wird üt>«*rall als so selbstverständlich empfunden, dass ein Rabbiner, der sich einfallen licssc. neben seiner rabbinischen Wirksamkeit irgend ein Geschäft /u betreiben, eine lächerliche, unmögliche Figur wäre. Unter den Grössen der llahicha sind es insbesondere der ,כשף דתזנד ש־נ דיונות תלמוד תורד. und der דהדמיל שיק אלו מרשות שידן ט׳ siehe ע׳ך -לכות ודת שידן רדיו). die, zumal der erstere. die ausreieilende Mesoldung des Rabbiners als eine im Interesst“ der Erhaltung des Judentums den Gemeinden obliegende Ehrenpflicht verkündet haben. Nun wäre es aber ein schwerer Irrtum von unseren Gemeindeverwaltungen, wenn sie etwa der Meinung wären, dass sie im Sinne des Religionsgesetzes das Lebensinteresse der Thora genügend wahren, wenn sie ihren Rabbinern eine Mesoldung gewähren, die ihnen gerade ein ärmliches Auskommen zur N’ot sichert. Diese Meinung ist ja bei unseren l’arnossim ziemlich weit verbreitet Als vor einigen Jahren in einer jüdischen Gemeindeverwaltungssitzung, aut deren Tagesordnung der Gehalt des 7.u wählenden Rabbiners stand, einer der Vorsteher eine Gehaltshöhe vorschlug, die über «las in jener übrig«־ns ortho«lo.\«־n) Gemeinde übliche Mass etwas hinausging, erhob sich ein Koll«‘g<׳ von ihm und rief mit komisch«־r Emphase: .So ein Rabbiner hat doch ganz aixlere Bedürfnisse als unsereins. M«־inen Sie «lenn, ein Rabbiner muss ess«־n jed n 'l ag Kalblleisch V“ I)ies«*r ebenso e«lle wie gemütstiefe Z«1־lg«‘nosse, der «l<׳n Rabbinern schon in Kri«,densz«*iten «las .Durchhalten'‘ empfahl, hatte es offenbar verabsäumt, bevor «־r seine M«־inung kundgab. sich «•in wenig im italischen Religi011»gesetz nach der Meinung umzuschauen, die unser«■ Alt«11 von «l«־r Höhe «I« " <l«׳m Rabbin«! zu g1׳währ<n«len Gehalt«•«, g«ha',t haben Bei diesem Ausllug m die \i«־l gepiies' iu n ab«׳r so wenig gekannten Gelilde <l«׳r I lala« ha hätle «li< »«׳r ehrenwert«• ||«>rr zu »einer I Yl»■ rra»! Innig «•rfahmi. dass im Sinn«• der Tlmra ein«* m.111 ge111 afl«• B<׳»oMung <l«r Rabbin« r wie ein•• der Thora selbst abgetan«■